Halli hallo Ihr lieben - ich hab euch nicht vergessen!!! Die letzte woche war nur einfach sooo einmalig wunderbar, dass ich einfach erst jetzt daran denke, mich mal wieder bei euch zu melden - hinzu kommt natürlich, dass im Outback die Internetverbindung geradezu nicht vorhanden ist^^ :D Doch ich will euch nicht länger auf die Folter spannen:
Die letzte Woche vor Abreise:
Wenn ich mich recht erinnere, schrieb ich am Vorletzten Montag den letzten Eintrag, nachdem wir gerade die Tour gebucht hatten. Nun ich kann kaum sagen wie sehr ich mich darauf gefreut habe, Australien endlich mal persönlich kennen zu lernen. Die Woche verging dementsprechend schnell. Wir waren im Botanischen Garten (ganz hübsch), waren im Adelaide Aquatic Centre (sehr entspannt) und waren in der Haighs Chocolate Factory - seeeeeehr lecker :D Die Tour war gratis und einige Proben auch, der Fabrikverkauf hingegen gar nicht^^ 10 Dollar für 4 Marslange Schokoriegel sind schon ein Wort aber wenn man in Betracht zieht, dass diese Riegel Tickets in den Schokoladenhimmel waren, war das der günstigste Ausflug den ich je gemacht hab XD SUPER LECKER!!!!!!!!! Allerdings deutete sich auch bei ebenjener tour ein Übel an, dass mich seitdem verfolgt: DEUTSCHE!!!! und leider meistens nicht nur einfach Deutsche die zufällig aus Deutschland kommen, sondern wirklich deutsch Deutsche. Es tut mir leid für all euch Deutsche, die das lesen. Ich hab euch wirklich gern!!!! aber in Australien, wo für mich neue Leute kennen lernen und bestätigt sehen, dass man das Leben auch ohne Rationalität und all die anderen deutschen (Un)tugenden genießen kann, einfach nur seelischer Reinigungsurlaub ist, ist jeder Deutsche ein Rückfall und jedes Wort eine Qual. Ich übertreibe nicht. Außerdem hass ich es, mit ihnen deutsch zu reden und quatsch sie einfach auf englisch zu wenn sie mich auf deutsch anreden. Die englische Sprache gefällt mir immer besser - sie erlaubt es einem lustig zu sein ^^ :D
An jenem schicksalshaften tag nahmen also nun aus 10 Leuten 6 deutsche an der Tour teil (das Trio Infernale natürlich inklusive :P). Einer von ihnen, Sven mit Namen, erschien zunächst so nett, dass wir ihn zu unserem GratisBBQ im Hostel einluden, wo er auch erschien. Je länger der Abend ging und je mehr redete, desto mehr nervte er...
Das es aber auch lässige Deutsche gibt, sah man an unseren Hostelkollegen Julia und Franzi, mit denen wir und Billy (Brite) am Freitag Abend ausgingen.
Es geht los:
Die Nacht bevor es losging konnte ich kaum schlafen. Ich war 1000mal aufgeregter als in der Nacht vor dem Flug. Adelaide war irgendwie nur eine Art zwischenstopp gewesen. Ankommen, Chaoten treffen und dann gehts los. Nun ich war angekommen, hatte sie getroffen und nun GINGS LOS :D Um 6.00 ca. -.- Immerwieder toll. Mit unseren Rucksäcken bewaffnet stapften wir durchs erstaunlich kühle (22° :P) Adelaide die 15 minuten zum YHA Hostel, wo uns der Bus auflesen sollte. Natürlich gingen sofort die Spekulationen los, wer, wie alt und wie heiß an unserer tour teilnehmen würde. "Dödüm" trifft es glaub ich am Besten, als wir ankamen. Ein schwedisches Ehepaar (gute 60 ca.), ne Französin (45), n Ami (55)... Da kommt partystimmung auf XD!!! Wir waren allerdings auch n bissel zu früh und als der Bus kam war das Durchschnittsalter der Gruppe von beinah Tod auf ca. 27 gesunken. Trotzdem war man noch zu müde um wirklich schnell leute kennen zu lernen. Und so gings los zum ersten Stopp: Die Whispering Wall. Eine sehr geile Sache. Ein tipp am rande, wenn ihr mal ungemütliche Gespräche führen müsst, nehmt euch die Zeit und fliegt die 30 Stunden in die Barossa Valley region nördlich von Adelaide. Die Whispering Wall ist nämlich ein Damm, dessen Wölbung so makellos ist, dass man an einem Ende stehend sich normal mit einer Person am anderen Ende des Dammes unterhalten kann. Stellt euren gesprächspartner einfach gegenüber und wenn ihr fertig seid und er mordlustig auf euch zugerannt kommt, habt ihr genug zeit ins Auto zu hüpfen und wegzufahren... :D
Soweit aufgewacht, war ich nun auch bereit, mich mal einzugliedern. Allerdings wurde mir jegliche Arbeit abgenommen, da, als ich gerade an einer coolen Einleitung bastelte, die über "hey im Max who are you?" hinausging, ich von hinten die Erkenntnis des tages hörte: "Oh MY GOD THIS SITE IS SOOOO WET" Nun besagte Seite war tatsächlich wet (es war ein See). Doch trotzdem hätte man das Eis nicht besser brechen können, da nun terence (ire) und ich uns köstlich über den Urheber solch immensem intellektuellen Gutes amüsieren konnten. Ihr Name war Carissa und sie war Kanadierin. Terence und Carissa kannten sich schon seit Melbourne (man kann über die Agentur non-stop in Australien kreuz und quer reisen) und so wurde ich über sie halt den anderen mitreisenden mehr oder weniger vorgestellt. Der für mich relevante Kern bestand neben terence und Carissa aus Emma (oz), Alesia (USA), Phil (Belgien) und Thomas (Schweiz). Ansonsten bestand die truppe noch aus zwei Holländerinnen (Kitty und Lotty), ner Südafrikanerin (Catherine), ner Britin (Jenny) und Team Japan (zwei mädels und n Pärchen).
Nach der physikalischen Meisterleistung gings nun weiter zum Integrativen Höhepunkt der Reise: Einer Weinprobe im Weingut "Seven Hills". Nichts verbindet so wie Alkohol und so lernte man sich leicht beflügelt schnell und einfach kennen.
An dieser Stelle möchte ich nun auch gleich einen Mann ehren, der es einfach wirklich verdient hat. Auch wenn es ihm nichts bringt und euch auch kaum hilft, würde ich mich schlecht fühlen, ihn in diesem Bericht nicht extra zu erwähnen: Russel unser OZ tourguide. Ein wirklich toller typ. Seine Mottos: "Do what u like - just dont tell me if its not completely legal" "ITs ur tour - feel free" und "absolutely phenomenal". Und das brachte er auch rüber. Wenn ein tourguide so verliebt und fasziniert von seinem Land ist wie er auch nach 10 Jahren Busfahren, dann fühlt einfach jeder so. Es übersteigt den Geist eines jeden zeitplanorientierten Deutschen, wie man überall überziehen kann und trotzdem nicht einmal zu spät kommt. Er gab uns eine Freiheit, die man auf einer geführten Tour nicht erwarten kann und eigentlich auch nicht bezahlt hat. Einfach rundum ein Glücksfall wie aber auch alles andere an der tour.
Hier nun alles in aller Einzelheit zu erzählen übersteigt meine, eure und die Akkulaufzeit des Laptops :D Ich probiere mich "kurz" zu fassen und wirklich nur die Highlights zu erählen.
Die ersten zwei Nächte verbrachten wir in Quorns, einer kleinen Gruppe Häuser in den südlichen Flanders Ranges. Abends wurde a la carte gegessen im Pub nebenan und danach saß man bei gemütlichen 26 grad um 9 uhr abends noch zusammen draußen und quatschte. Man verstand sich auf Anhieb - es war ein Traum. All diese Geschichten, Erfahrungen und Gemeinsamkeiten. Es war der erste Abend als ich beschloß, dass bei aller Geilheit der Landschaft, mir die Leute, die ich treffe noch mehr Freude bereiten.
Tag 2:
Heute ging es in die Flinders Ranges zum Örtchen Wilpena Pound. Nach Aboriginal Mythologie von Zwei Schlangen geformt, nachdem sie eine Zeremonie gestört und fast alle Menschen gefressen hatten. Heute ist es ein Resort für die Generation 60+. Immerhin die Landschaft hat nichts von ihrem Reiz verloren. Wir erklommen bei überraschenderweise wolkigem Himmel einen Berg. 400 Höhenmeter mit unterschiedlich schweren Kletterpassagen ließen uns nicht nur schwitzen, sondern auch dankbar für sowohl den Wind als auch die Wolken sein. Bei 35 Grad und wolkenlosem Himmel wären mehr als eine arme Seele umgekippt. So schafften es alle, die den Aufstieg wagten auch nach oben und auch wieder nach unten. Auf unserem Weg sahen wir nicht nur zalreiche fremdartige Pflanzen sondern auch die eine oder andere seltsame Echse, sondern auch eine Emu-Familie inklusive kleiner "Joeys" :D
"Joeys" sahen wir allerdings auch von der wohl berühmtesten australischen Kreatur - dem Känguru. UNd nicht nur eins oder zwei sondern ca. 40 in 2-5 Gruppen entlang der Straße. Es ging sogar soweit, dass es bei der Rückfahrt nur noch hieß "schon wieder eins.... yay".
Abends gab uns Russel die Wahl, in der "Mill", unserer Unterkunft in Quorns, auszuruhen, oder in den "Wanders Gorge" mitzukommen, um das australische yellow footed rock Wallabie zu sehen (Australier bennen tiere sehr direkt und einfach. Dementsprechend war das yellow footed rock wallabie ein Wallabie mit gelben füßen, das an Berghängen auf Steinen hockend zu finden war). Ganze 20 minuten ließ uns der Zeitplan, um noch rechtzeitig zum Essen zu kommen. nach 35 Minuten vergeblicher (das bedeutet nur 3 Känguruhs up close) Suche entschlossen wir (kai, Terence, Catherine und ich), umzudrehen. Kurz vor Ende des Gorges sah ich dann jedoch einige aus unserer Truppe, die scheinbar die Wand fotografierten. Nun das wars auch was sie taten, nur das vor der Wand noch der Jackpot hockte: EIN YELLOW FOOTED ROCK WALLABIE!!! :D und gleich noch eins. Meine leicht angesäuerte Stimmung verflog im Nu und so gingen wir mit dem wohligen Gefül nach Hause, sogar noch verwöhnt worden zu sein durch das zweite Wallabie. Die leichte Verspätung von 20 Minuten war allen und besonders Russell natürlich egal XD
Tag 3: COOBER PEDY
Heute ging es nach Coober Pedy. Der, so Russell, "hässlichsten und zeitgleich sehenswertesten Stadt Australiens". Mitten im Nichts der roten Wüste kündigen dann nach gut 2 Stunden Fahrt zunächst vereinzelte, dann immer dichter stehende überdimensionale Maulwurfshügel von der bevorstehenden Ankunft. Coober Pedy ist eine alte Miningtown, wo auch heute noch Australiens bester Opal genoodled wird :D Und ja es heißt noodlen. Tatsächlich noodlen die da sogar mit rieeeesigen Noodels (schläuchen), mit deren Hilfe überdimensionale Staubsauger die Erde inklusive der Opale heraus-"sucken"... das eigenltiche Noodling beschreibt dann das durchsieben der aufgehäuften Hügel, stets nach der Suche nach nicht allem was glänzt aber nach allem was auch mit Farbe glitzert. Weißer und schwarzer opal ohne Farbe ist wertlos.
Da Coober Pedy nicht gerade günstig gelegen ist, und es dort tagsüber gern mal 45 Grad heiß wird, leben die Menschen dort unterirdisch. Natürlich gibt es HÄuser und natürlich gibt es dort shops (ungefähr 50 Opal läden), aber alles was mit Schlafen und leben zu tun hat, liegt unterirdisch. So auch unser Hostel. Der Abend des dritten Tages war der lustigste der Fahrt. Am nächsten morgen mussten wir statt 6 oder 7 mal erst um 8 aus den Federn und so gönnten wir uns das eine oder andere Bier bzw. Glässchen Wein. Uns waren sogar die drei Deutschen die ich schon wieder traf egal, da wir sie links liegen ließ (sie waren mit einer anderen Adventour Tour unterwegs). Stattdessen verbrachten wir mit der internationalen truppe einen coolen abend, der sogar in einer mehr oder wenig erfolgreichen tanzstunde endete. Kai und ich brachten Carissa, Alesia und Emma langsamen, schnellen Walzer und Cha-Cha bei (so grundsätzlich) - ich bin immer wieder erstaunt wie solide diese Schritte doch in meinem gehirn verankert sind und selbst leicht blau noch auf Abruf parat sind.
Tag4:
Es ging in die Minen. Eine Tour mit anschließendem Souvenirshopbesuch sind im vergleich zum eigenlitchen Höhepunkt des tages eher langweilig: der Kängurukrankenstation von Coober Pedy. SOOOOOO SÜÜÜÜÜZZZ ^^ Der Besitzer der Aboriginal Art Gallery von Coober Pedy besitzt nicht nur eine eigene Mine, sondern auch eine Aufpepellstation für Kängurus im Hinterhof, in der er nicht nur Angefahrene Känguruhs aus dem klinisch toten Zustand zurückholt, sondern auch vor allem die Joeys getöteter Mütter aufnimmt. So drängten wir uns eifrig um die 5 knuffigsten kleinen roos die ich je gesehen habe, während sie uns aus der hand fraßen und wir fasziniert den Geschichten des Besitzers lauschten. Vor lauter knuffigkeit schon total überwältigt wär ich ja fast noch gestorben als dann noch die kleinen joeys rausgeholt wurden und leicht unsicher erste schritte nahmen. Den absoluten Höhepunkt verpasste mir dann noch das roo, dem ich die letzten nüsse gab, indem es mir zum Abschied einen Eskimokuss gab. Roos haben nun für immer einen platz in meinem Herz XD :D :D
Von den roos nun aber noch hin zu einer weniger erfreulichen Gattung in Australien: Fliegen. Tag 1 war man noch genervt, wenn es mehr wie eine in der Nähe war. Am Tag 4 war man schon soweit, dass man sie nur noch von Nasen- und Ohrlöchern fernzuhalten versuchte und ihnen ansonsten gestattete, sich sogar auf den Lippen niederzulassen. Bevor ihr nun angeekelt den Computer ausmacht und euch vor mir ekelt müsst ihr eine simple Regel verstehen: Scheucht man eine Fliege weg, kommen 3 weitere und eine wütende Fliege zurück. Es lohnt sich nicht. EInzige Möglichkeit: warten und mund halten.
Abends erreichten wir die kleine Campingstelle Marla, wo wir unsere erste Nacht unter freiem Himmel in sog. Swags verbrachten. Swags sind so eine Art Schlafsack für den schlafsack nur inklusive Matratze innen drin - suuuuuuuper geile Sache. Das gemütliche Lagerfeuer mit allem was dazugehört (außer Musik -.-" ) wurde allerdings von einer dunklen Nachricht überschattet: Russell hatte angedeutet, dass wir am nächsten tag nicht nur ihn (wegen der übertretung der Landesgrenzen zwischen South Australia und Northern territory müssen die tourguides gewechselt werden, da sich die zwei Agenturen, die die Tour gemeinsam anboten, sich die Länder so aufteilen), sondern auch uns teilweise verlieren würden. Auf einmal war es wichtig, ob man bei Topdeck oder bei Adventure Tours gebucht hatte. Die Gruppe würde ziemlich doof getrennt worden. Diese Nacht hatte also Abschiedscharackter, war aber dennoch unglaublich schön unter dem atemberaubenden Sternenhimmel des australischen Outbacks. Geschlafen wurde aufgrund des Windes zwar nicht, aber mein Gott - kann passieren.
Tag 5: Es war soweit - die Reise näherte sich ihrem Höhepunkt: Kings Canyon, Uluru Kata Tjuta (die Olgas). Doch immernoch stand die Frage im Raum, wer mit wem und dann wohin, da Topdeck zuerst zum Uluru und kata tjuta nationalpark, Adventure tours jedoch zunächst zum Kings Canyon reisen würde. Sprich Wiedersehen erst in Alice Springs und das auch nur vielleicht. Nummern waren ausgetauscht und man war sich schon so ans Herz gewachsen, dass man durchaus sich bemühen würde sich zu sehen. Ort der grausamen Trennung wäre Erldunda. Wir waren da, der Bus von Adventure Tours auch. Nur nirgends war ein Topdeckbus zu sehen. Als dann unser neuer Tourguide, Jim, ankam und verkündete, er würde 23 Leute mitnehmen, was zufällig genau der Anzahl der Tourteilnehmer entsprach, war die Freude gigantisch. es wurde gehüpft, geschrien und gelacht - wie die letzten mongos im Outback XD Doch die Freude war nur von kurzer Dauer da eine Trennung immernoch ausstand: Russel würde uns verlassen. Man konnte die Dankbarkeit, die man empfand gar nicht in Worte fassen und da ging es nicht nur mir so - der Abschied fiel eher wortkarg aber sehr innig aus. Wir wussten was wir an ihm gehabt hatten und er wusste, dass wir das ihm hoch anrechneten.
Einziger Creepy moment war das Wiedersehen mit besagtem sven, der zufällig (?) genau im gleichen Moment wie wir aus einem Auto 1500 Kilometer von Adealaide ausstieg...
Trotzdem ging es als weiterhin geeinte Truppe unter neuer Führung in Richtung landschaftlichem Highlight wahrscheinlich ganz Australiens weiter: Die großen Drei (Canyon, Olgas, Uluru).
Tag 5 gehört dann ganz allein dem Kings Canyon. ein majestätischer Canyon, den wir in 3.5 Stunden oben am Rand entlang abliefen. Sooooooo viele Fotos, und die neu entdeckte Panorama funktion meines Handys waren nur der nebeneffekt einer der beeindruckendsten Landschaften, die ich je gesehen habe. roter Fels, Grüne Büsche/Bäume und gelbes Gras. Geregnet hatte es seit 7 MOnaten nicht mehr und dazu wolkenloser Himmel. Muss man noch mehr sagen???
Den Tag ließen wir erschöpft aber glücklich wieder ins Swags ausklingen, nachdem Terence und ich für die gesamte Mannschaft Butter chicken, (freshly) mashed Potatoes, Reis und gedünstetes Gemüse gezaubert hatten. Seit dem Wechsel der Guides war nämlich (wie eigenltich vorgesehen) verstärkte mitarbeit beim Zubereiten der Mahlzeiten und beim Saubermachen gefragt. Geradezu betäubt von all den Erfahrungen und Erlebnissen der letzten Tage entwickelte ich mich richtig zum Putzteufel. Stets am Abwasch maßgeblich beteiligt und beim Kochen kaum noch wegzudenken mussten mich am letzten Tag einige sogar fast schon zwingen, nichts zu tun. Was soll ich sagen? Es machte mir einfach Spaß. ^^ strange XD
Tag 6: Olgas und Uluru
Der Nächste tag wurde wieder im Auto eingeleitet. wir fuhren zurück in Süden, um dem Uluru Nationalpark einen Besuch abzustatten. Nach einem (zu)kurzen Besuch im Aboriginal Culture Centre, wo wir viel über die Bedeutung und den Glauben der Aboriginees rund um den Rock und Kata Tjuta (welche sogar noch wichtiger sind als Ort der Manneswerdungszeremonien) lernten, begaben wir uns auf den Weg in den kleinen Teil der Olgas, der begehbar ist. Gewaltig. 36 Steinkuppeln unterschieldicher Größe vibrieren geradezu mit einer Präsenz, die einem sowohl Respekt als auch Faszination einflößt. Doch nichts im Vergleich zu der nächsten Station: Sunset point am Uluru. Wunderschön. Grandios. Überfüllt. zwischen 8 reisebussen leicht eingeengt stießen wir bei australischem Sekt auf uns und die tour an. Über die Fotos, die dabei entstanden, brauch ich glaub ich kein Wort zu verlieren. Und wieder eine Nacht in Swags. Eigentlich war angedacht, noch gemütlich zusammenzusitzen aber sobald alle in ihren Swags lagen ratzte die gesamte Mannschaft sofort weg.
Tag 7: Auf nach Alice Springs!!
Aufstehen 4.00 früh. Es ist dunkel, es ist kalt. Es gibt einfach kaum einen Grund aus dem gemütlich mollig warmen Swag zu krabbeln. Vielleicht einen: Sonnenaufgang am Uluru. Sonnenuntergang war absolut episch. Sonnenaufgang ist unvergesslich. Da wir gut in der Zeit waren, schafften wir es sogar, einmal um den rock zu fahren, um die Sillouette des Uluru im ersten Morgenrot zu erleben. Anschließend begaben wir uns zum Sunrise Punkt. Wenn der Sonnenuntergang leicht eng war, so war der Sonnenaufgang das reinste Tokyo. Fast unmöglich ein Foto zu schießen, ohne das dir ein (meistens Deutscher) mies gelaunt und grimmig ins foto stapft. Langsam war man jedoch in der Übung und so fanden Chrissi, Carissa, Emma und ich ein-zwei gute Plätze mit absolut genialen Fotos. Doch ich kenne das wenn man sich zu sehr aufs Fotografieren konzentriert und das eigentliche Erlebnis verpasst und so hielt ich immer wieder inne um das Spektakel zu genießen und ich weiß, ich werde dieses Erlebnis niemals vergessen.
Nach dem Sonnenaufgang stellte man uns vor die Wahl, auf den Uluru, um den Uluru oder halb um den Uluru zu laufen. Nach der Zeit im Cultural Centre entschloß sich natürlich niemand, auf den Uluru zu klettern (vergleichbar mit nackt auf dem Altar in der Paulskirche zu tanzen) und terence, Emma, Alesia, Chrissi, Kai und ich nahmen natürlich auch die Ganze runde auf uns (wenn man schonmal da ist...) Es war wunderschön. Sieht der Rock aus der Ferne glatt aus, so besteht seine Außenfläche doch aus tausend kleinen Löchern, Höhlen und Überhängen. Jede ist einzigartig und jede hat ihre eigene Geschichte, die wir auf einem kleinen geführten Lauf auch teilweise zu hören bekamen.
Absolut begeistert stiegen wir wieder in den Bus und fuhren nun nach Alice Springs, dem Ende dieser genialen Woche. Die meisten wohnten sogar im gleichen Hostel wie wir (haven) und so saßen Emma, Carissa, Chrissi, Kai und ich noch abends lange zusammen, nachdem wir abschließend essen waren und quatschten über gott und die Welt.
ALice Springs:
Den Sonntag verbrachten wir zusammen mit Carissa und Emma, die einen Tag pause hatten bevor sie weiter nach Darwin hoch fuhren mit Adventure Tours. Wir besuchten einen Wochenmarkt, bestaunten Aboriginee Kunst und kamen zum Reptilien Centre. Sehr geile Sache. Bilanz: Zwei Echsen und zwei Schlangen gehalten (2 und 9 kilo) und jede Menge australisches Getier gesehen :D :D sehr nice
Ansonsten stellte sich allerdings für uns die Frage wie wir wieder zurück nach Adelaide kommen würden. Doch den Sonntag gönnten wir uns als Ausruhtag und um nochmal viel Zeit in Der Gruppe verbringen. ICh hab das Gefühl, das ihr von Carissa und Emma noch n bissel hören werdet, da wir bereits darüber nachdenken, uns in Melbourne eine Wohnung zu teilen (zumindest mit Carissa) - Emma als gebürtige Australierin weiß noch nicht wie weit sie noch reisen will aber so oder so kommt sie uns nochmal besuchen :D
den Montag verbrachten wir halb planend, halb am Pool und halb in den Western McDonald Ranges, in die uns ein (überraschung) DEUTSCHER und seine DEUTSCHE reisebegleitung fuhren. Sie waren beide DEUTSCH DEUTSCH also echt nervig aber mein gott wir wollten einfach noch n bissel was sehen und tatsächlich waren die Creeks, die wir besuchten, wunderschön. In einem Wasserloch gingen wir sogar baden, wobei die Sache fast schon gefährlich war, da unter wasser verborgene Steine einem den einen oder anderen blauen Fleck zufügten. Dennoch ein sehr schönes Stück Erde.
Und nur so nebenbei: Im Hostel mit vllt 30 Gästen wren 12 Deutsch. Die einzig positive Überraschung waren zwei Mädels aus dem Backpack Oz in Adelaide, die auch dort waren und alle unterschiedliche Erfahrungen gemacht hatten auf ihrem weg nach Alice Springs. Trotzdem hatten wir mit der Truppe, dem Guide, dem Wetter und sogar mit den tieren das meiste Glück so im vergleich.
Dienstags stiegen wir dann schließlich in den Greyhoundbus, der uns in einem wunderschönen 20 Stunden Drive direkt nach Adelaide zurückbringen sollte. ICh ertappte mich glatt das eine oder andere mal, wie ich richtig melancholisch aus dem Fenster starrte und an die vergangene Woche dachte. Bei solchen Gelegenheiten grinste ich immer und erinnerte mich daran, dass mein abenteuer gerade erst begonnen hatte und ich schon so viele Leute getroffen habe, die es jeder einzeln wert gewesen wären, hier her zu reisen. Ehrlich Leute - nach Australien zu reisen war eine der besten Entscheidungen meines Lebens und ich freu mich schon drauf, euch davon zu erzählen. Jetzt muss ich aber los da das Backpack OZ in Adelaide, wo wir wieder residieren, sich in ein deutsch-französisches Camp entwickelt hat. Ungelogen 16 Deutsche und 12 Franzosen bilden die gesamte Belegschaft und gerade sitze ich leicht abseits und kriege ungeheure aggressionen gegen mein eigenes Volk, das soo viel Scheiße labern kann und sich dabei sooooo cool fühlt - grässlich!!!!!
Hab euch trotzdem liebe leute und man hört sich bald!!! cya