szmmctag
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  • der countdown läuft...

    Hallö!!
    Es is viel passiert und noch mehr geschehen und deswegen - without further ado:
    DER RÜCKBLICK!!!

    Letzter stand: Surfers Paradise. Nunja was soll ich sagen? 7 Tage da, 6 Tage hintereinander feiern, jeden club gesehen, nie für getränke oder eintritt gezahlt und jede menge seltsame menschen getroffen^^ Surfers Paradise is nicht gerade die qualitätsmeile was feiern angeht und so lief unser abendprogramm meistens so ab, dasswir zunächst uns beim gratiseintrittsangebot des hostels bedienten, was uns ja auch ein freedrink einbrachte (vorglühen im hostel mit den leuts inklusive). Anschließend würden wir dann direkt im anschluss aus dem Hostelgefeatureten Club verschwinden, um dann gratis in den Club Liv zu gehen, der in der off-season der einzige club mit ordentlichem DJ ist (ohne witz Braun oder Paul hätten die anderen in grund und boden mixen können XD) PLUS der ganze club war mit LEDs ausgekleidet und bot eine rundum Lightshow die ganze Nacht, was echt beeindruckend war :D Leutetechnisch bleibt noch festzuhalten das surfers sehr stark prollsnbiches zentrum war was jetzt nich unbedingt jedermanns sache ist.^^ Von surfers fuhren wir noch in den lamington Nationalpark, der vor allem einen unglaublichen treetopwalk bot, dessen höhepunkt das erklimmen einer 24 und 30 meter plattform ist. Und dank unserem perfekten timing genossen wir dann den sonnenuntergang in einem Baum über den Baumwipfeln der Regenwald bewachsenen Berge Lamingtons...

    Nach Surfers kommt dann auch schon Brisbane - halfway zwischen sydney und cairns (und das auto tuts noch XD). Zunächst war Brisbane für uns erstmal triff-alle-wieder Stadt Nr.1. Sogar Leute von vor 6 Monaten aus Adelaide wurden dann fast schon unter freudentränen wiedergetroffen - natürlich nicht wirklich aber es war schon ein sehr cooles gefühl so vertraute gesichter überall zu haben :D Das Hostel war auch sehr schön gelegen mit Dachterassenblick auf die skyline und nur 20 minuten fußweg von der Lagune entfernt - dem zentralen to-do-thing in Brizzi. zu tun gibts dann wirklich nicht sehr und so viel zeit hatten wir auch gar nicht, da wir nach 2 tagen schon weiter fuhren richtung Noosa und zum Startpunkt unserer touren... aber wir werden eines tages wiederkehren, unser flug geht ja immerhin von dort und dann kriegt Brisbane noch eine zweite chance, seine vielseitigkeit zu zeigen...

    Weiter gehts nach Noosa (ich eile ein bisschen weil sonst dieser Eintrag wayyyyyyyy to lang wird...). Noosa ist so ein bisschen das familien und alte leute Byron bay und dementsprechend auch teuer. Nach einer Nacht im auto und einer nacht im hostel entschlossen wir uns, die übrigen tage bis zu unserer Noosa-everglades-kanu-tour, die wir umsonst auf das Whitsunday und Fraser Paket draufbekommen haben, bei Bev und Terry zu verbringen. Für alle die sie nicht kennen ;) : wir trafen bev und terry auf der Knoblauchfarm, wo wir woooften, und sie boten uns an, bei ihnen an der sunshine coast zu wohnen. Die drei Tage im Altenvilla dorf verbrachten wir dann schlemmend und selbstgebrautes bier trinkend während wir so nach und nach die ganze familie kennen lernten - sehr lustige leuts :D

    Wieder in Noosa checkten wir in das Gagaju Bushcamp ein, betend, dass die nächsten tage nicht so verregnet wie die letzten wochen sein mögen. Das camp war sehr basic-öko style aber für 50 $ für drei tage unterkunft meckert der backpacker nicht. Die leute waren auch mal wieder cool (je weiter man nach norden fährt, desto mehr leute trifft man einfach überall, die gleichzeitig die gleiche route abklappern - man kennt sich dann halt schon ne?) Tagsüber rudern und schwimmen und abends lagerfeuer waren dann auch wirklich schön (und es hat nur ein mal kurz geregnet :) )

    Von Noosa ging es dann über rainbow beach (inklusive regenbogen), einer nacht im auto und jedemenge kilometern nach hervey bay, wo unsere fraser island tour startete. Weiterhin für gutes wetter betend, stiegen wir in unsere 4wd autos, die wir mit auf die insel nahmen. Zusammen mit 2 deutschen Mädels, die wir schon aus noosa kannten und zwei unglaublich lustigen engländern, die ebendfalls bei uns im auto saßen, gingen wir auch essen einkaufen und schafften es, für 15 $ pro nase für drei tage 2x BBQ, drei mal Lunch (inkl. Wraps) und halt frühstück zu kaufen - sehr edel :D Das wetter war dann schließlich zwar bewölkt aber trocken und Lake MCkenzie war statt tiefblaub mattgrün aber trotzdem hatte man sehr viel spaß und sah alles von der ultraschönen landschaft Frasers, inklusive campen mit dingos (die auch mal ins zelt kamen, wenn man nicht vorsichtig war), Beerpong (england gewann das Hinspiel aber wir werden fürs rückspiel noch fleißig üben ^^) und trinkspielen :D

    Als nächstes nach herveybay kam dann Agnes Water und 1770. Ja, die Stadt heißt 1770, weil Captain cook da im Jahre 1770 das erste mal Australische Erde betrat.. Neben langsam immer schöner werdenden Hostels und der letzten Gelegenheit, surfen zu gehen, punkten die beiden direkt nebeneinander liegenden Städte als Startpunkt für touren zur Lady Musgrave Island. Die Eintagestour inklusive essen, islandwalk und vor allem 4 stunden schnorcheln bietet vor allem 4 STUNDEN SCHNORCHELN. Und wenn man dann noch 4 stunden schnorchelt, ist besonders das schnorcheln hervorzuheben. Mit etwas glück und der richitgen technik (sei da, wo sonst keiner ist und lass dich einfach treiben), sieht man im kristallkaren wasser haie, schildkröten, tintenfische und rochen mit drei meter spannweite, die unbeeindruckt genug von dir sind, um dich ein stück wirklich neben, mit, unter und über ihnen zu schwimmen - unglaublich schöne Erfahrungen!!!!!

    Weiterhin war der Plan, zwischen agnes water und airlie beach (start der whitsunday tour) ein bisschen zeit im nicht ganz so touristischen Teil der ostküste (gladstone, Rockhampton, Mackay und dazwischen) zu verbringen. Aber was sind schon pläne?? Nach einer nacht im auto, einer mehr oder weniger interessanten führung durch gladstones kohlehafen und einer sehr leckeren und interessanten tour durch eine Krokodilfarm nahe Rockhampton, erfuhren wir beim buchungsanruf, dass wir entweder am nächsten tag oder in einigen wochen erst die tour mitmachen könnten - also halt der nächste tag. waren da ja nur noch 6 stunden mit dem auto zu fahren und es war erst halb 5 abends. also kurzen nachttrip gemacht und unser kleines sorgenkind, das auto hat auch ganz souverän zähne gezeigt. er fuhr sich sogar immer ruhiger über lange distanz. UNd so erreichten wir stolz und erschöpft das wunderschöne airlie beach. Weit ausladende, billige und gut ausgestatte Hostels - eine wunderschöne Lagune vor der haustür, herbstliche 35 grad bei blauem Himmel - es lässt sich aushalten. PLUS: wir hatten das ersehnte Wetter beim wahrscheinlich wetterabhängigsten Punkt unseres Australientrips: Der whitsunday segeltour auf dem Boot "Spank me". Mit einer coolen truppe (hauptsächlich n paar mädels aus canada), blauem himmel und jede menge karibik feeling auf dem Boot cruisten wir durch tiefblaues wasser, bestaunten den schneeweißen whitehaven beach und gingen wieder jede menge schnorcheln: Meine bilanz: MEHR HAIE, MEHR SCHILDKRÖTEN, MEHR ROCHEN (dieses mal blue spot stingrays), EINE MURÄNE und der ganze kleinscheiß (^^) inklusive natürlich ALLER STARS AUS FINDET NEMO ;) auch wenn nicht alle so glücklich waren (die anderen sahen hauptsächlich schildkröte(n) und die kleineren Fische) hatten doch alle ihren spaß und ich freu mich schon wie wolle auf meine erste richtige taucherfahrung :D :D :D :D

    Wieder in airlie beach gabs dann allerdings den nächsten dämpfer - unser problemkind steht mal wieder aufm colesparkplatz und springt nicht an (kennt man doch irgendwo her) und wahrscheinlich müssen wir dann doch mal die ganzen teuren notwendigen reperaturen angehen, die wir bis jetzt so erfolgreich vor uns herschoben...
    naja allerdings bin auch schon in der gegenwart und so gern ich diese geschichte weiterschreiben würde, so bin nicht ich es der hier die feder führt aber sobald das nächste kapitel steht, werdet ihr wieder von mir hören :D
    Bis dahin seid gedrückt und möge jeder einzelne von euch glücklich seines Weges gehen :)

    PS: die nächsten tage hab ich kein handy also fühlt euch nich gekränkt wenn ich nicht antworte ;)

  • Neues ausm Paradies

    Hallo? Ist da noch jemand? hier sieht es ja ganz schön staubig aus...
    ist aber auch schon ne Weile her das sich hier mal wieder jemand hat blicken lassen. Naja langsam während dieser ausführlichen und unglaublich wichitg und spannenden einleitung komme ich auch wieder in meinen Schreibtrott und deshalb kanns auch dann mal losgehen jetzt:

    Das letzte mal berichtete ich euch aus Coffs Harbour wo unser Auto gerade repariert worden war. Seitdem (4 Wochen!!) ist ne menge passiert also macht euch ne Tasse tee, n paar Kekse, kuschelt euch in eure Lieblingsdecke und lehnt euch zurück weil auch wenn ich noch keinen Plan hab, wie dieser Eintrag aussehen wird so glaube ich doch, dass er durchaus lang wird. aber mal sehen woran sich mein in letzter Zeit alkoholgeplagtes gehirn noch so alles erinnern kann - vllt wirds auch nur n dreizeiler XD Egal - Geht los!!:

    Nachdem unser Auto repariert worden war und wir endlich wieder durch coffs cruisen konnten, wendete das Blatt sich insofern, als das wir nun durchs Mitnehmen von leuten Spritgeld verdienten. Zum Trio Infernale gesellte sich ein sehr lustiger Canadier, toby, der nicht nur in unserer Berry Exchange crew war sondern auch noch Pickpartner von Kai war! allerdings stellte sich, vllt. auch ein bisschen dem Wetter geschuldet, bei uns auch nach der 1. woche nicht der ultimative Pickrausch ein. Man verdiente was, aber das war jetzt nicht die Welt. Trotzdem hatte man früh feierabend und vielleicht (aber auch nur vielleicht) lag es ja auch daran, dass chrissi, toby und ich die Arbeitszeit eigentlich eher mit Gesprächen über Filme, Schauspieler, Frauen und natürlich (ich mein Chrissi war ja dabei) Sport mit Fokus Fußball verbrachten. Kam schonmal vor, dass man da die eine oder andere beere übersah ^^
    Spaß machte es dann doch allemal bis am Ende der zweiten Woche verkündet wurde, dass aufgrund des letzten starken Sturmes und der damit verbunden Vernichtung der halben Himbeerernte, die erst so junge Crew nahezu ausnahmslos gefeuert wurde. hmm. glück für uns, dass Gary in der zwischenzeit niemand vergleichbar tolles, effektives und nettes gefunden hatte und uns daher liebend gern zurücknahm. Doch mit dem durchaus physisch anspruchsvollerem Job kam auch ein anderer Umstand mit sich: Gary wohnt knapp hinter dem Arsch der Welt abseits der Straße die nur über ein schlagloch mit gelegentlichem Feldweg zu erreichen war. zusatz: einige Höhenmeter weiter oben. Unser armes Auto!!! naja wir fuhren die halbe strecke, parkten die ersten zwei tage in einem ameisenhügel, (was einige der Ameisen spontan zum Umzug in unser Auto bewog)und liefen den letzten und steilsten Berg dann zu Fuß. sowieso haben wir in unserer arbeitszeit gefühlt 100 mal den Mount Everest bestiegen und das auch noch mit tonnenweise Mulch und UNkraut beladen - die wir wirklich in tonnen den Berg hoch und runterschleppten während wir mit Gary zusammen seinen Bananen-und Limettenhügel sowohl vom Unkraut befreiten als auch mulchten. Trotzdem hatt es sehr viel spaß gemacht!! Man bewegte sich, war an der frischen Luft, Gary ist ein absolut entspannter Boss und in den Pausen gabs Limetten, Bananen und sogar Zuckerrohr zum Lutschen!!! Sehr sehr geil und das alles mit einer traumhaften aussicht wenn es nicht gerade regnete, was aber auch immer seltener vorkam. die letzten Tage vor unserer Abreise zelteten wir dann sogar noch bei ihm auf der Farm, da wir keinen wochenrabatt mehr im hostel bekommen hätten für die 4 verbleibenden Tage (ist ja logisch).

    Neben der Arbeit genossen wir aber auch die Zeit im Hostel immermehr. Man kannte alle, es waren wie immer auch wunderbar unterschiedlich coole typen und am Wochenende, wenn wir nicht arbeiten mussten, floss der goon nicht zu knapp!! Ich glaub, wenn ich wieder in Berlin bin mach ich mal ne Goonparty - das muss man mal erlebt haben und die besten Geschichten bisher auf der Fahrt beginnen fast ausschließlich mit einer Box of Goon!! XD Was sonst? hmm - wir waren an jedem freien tag surfen und hatten dabei mal mehr mal weniger glück mit den wellen. Dafür sahen wir immerhin delfine und Rochen und sprangen immmer wieder gerne vom jetty. einmal schaffften wir es sogar volleyball zu spielen, was nach all der zeit einfach unglaublich geil war :D

    Kurz bevor wir uns aus dem dann lieb gewordenen Coffs Harbour verabschieden mussten, mieteten wir uns mit der einen rezeptionistin (erin aus schottland) ein Auto (wir wollten unserem nicht die bergtour antun) und fuhren in den Durrigo Nationalpark. Ein echt toller Ausflug - skywalk 100 meter über dem Boden mit unglaublicher aussicht, World Heritage Gondwana Regenwald und schwimmen im Wasserfall!! ein toller abschluss unserer Coffs Harbour zeit!!!

    Achja zum Thema auto: wir haben es in dieser Zeit sogar noch einmal geschafft liegen zu bleiben - ohne öl und Wasser -.-" mir wars schon gut peinlich wie der letzte Bob das nachfüllen so kurz nach unserer Reperatur schon wieder vergessen zu haben und seitdem kontrollier ich jeden morgen krampfhaft das Auto. Aber man lernt dazu XD Immerhin haben wir jetzt auch ordentliche Kühlflüssigkeit und nicht nur Wasser drin (was unsere Notlösung war als wir liegenblieben) und der Ölstand stabilisiert sich so langsam. Trotzdem freuen wir uns schon darauf, das Auto weiterverkaufen zu können - was auch noch ein bisschen probleme bereiten könnte aber diese Sorgen liegen noch in weiter Zukunft ^^ ... noch.

    Aus coffs Harbour raus ging es für uns nach Grafton wo vielmehr ich als die Jungs halten wollten. Der Grund: The Idea of North!! Und hier der fairnesshalber n Tipp: wer sich nicht durchlesen will, wie ich in ausschweifender Weise über eine Gruppe berichte und mich begeistere, von der vllt. drei der das hier lesenden gehört haben, der kann getrost diesen Absatz überspringen - es ist eigentlich nur lobgesülze drin und man verpasst nichts :P
    So meine Corleuts und ein-zwei neugierigen Seelen, die noch dabei sind. Wie schon gesagt: The Idea of north waren in Grafton. und Nicht nur für das Konzert am Freitag abend, sondern auch für einen Workshop am morgen darauf!! Ich konnte endlich mal wieder ein bisschen chorfeeling haben nach all den MOnaten!! Ein megagroßes Dankeschön hier an Kai und Chrissi, die sich meiner erbarmten und sich bereit erklärten, dafür extra 2 wochen länger bei Gary zu arbeiten!! (ich mein das geld brauchten wir auch dringend aber trotzdem danke :D)
    Das Konzert am Freitagabend war für mich auch das erste mal, dass ich in einem Club war. Kein Sauf und abtanzclub sondern so ein triff-die-nachbarschaft-lies-zeitung-qutasch-über-andere-und-jeder-kennt-jeden-club. In diesem Falle war es der Ex-servicemen club. Ganz hübsch direkt am Wasser gelegen und mit einem für acapella wunderbar geeigneten "konzertsaal". Sehr direkter, nicht zu trockener aber doch unglaublich kompakter sound - oder das war immerhin das, was The Idea Of North daraus machte. Diese 2 Stunden vergingen wie im FLug!!! Und es war sogar was dabei, was ich noch nicht kannte!! Trozdem war das KOnzertz ja nicht nur ein Weihnachtsgeschenk (danke mom & dad :D), sondern auch eine Mission im Auftrag der ViVos: Noten holen und die Gruppe nach Deutschland holen!! Unter dem Vorwand einer Signatur machte ich mich dann auf den Weg nach dem Konzert und quatschte noch mal ne Stunden mit den Mitgliedern der Gruppe - aber hauptsächlich mit dem Basskollegen natürlich^^
    Am nächsten Morgen stand dann direkt der Workshop an und nachdem ich aus dem Zelt gekrabbelt, souverän trockentoast mit marmelade geschmaust und mich geduscht hatte war ich auch schon auf dem Weg. Primärziel: nicht zu spät kommen!!Ganz lässig schlappte ich dann ne halbe stunden zu früh in den Saal, was mir immerhin den Dank fürs Stuhlreihen aufstellen seitens des Orga-teams bescherte!! und natürlich noch n pläuschchen mit der truppe vor dem Workshop XD Der Workshop an sich ging dann auch genialer Weise um das Thema, wie man viele Leute auf einen Klang bringt, was ja exakt unser hauptfokus zu hause ist... so komm ich immerhin n bissel klüger wenn auch aus der Übung zurück. Was sonst? nach dem Workshop quatschte man noch ewigkeiten, ich schwärmte ganz subtil von deutschland und man verabschiedete sich in dem Gefühl, sich eines schönen Tages in Deutschland wiederzusehen. Hoff mas :D

    SO AB HIER WIRDS WIEDER FÜR ALLE SPANNEND (hoff ich doch zumindest XD)
    Nach Grafton kam der hippsterhöhepunkt unserer Reise: Byron Bay. eine wunderschöne,unglaublich kleine, und fast ausschließlich von jungen gutaussehenden beach boys und girls bevölkert... und halt uns XD In den straßen reiht sich surfladen an surfladen und wenn man nicht aufpasst kann man mal ganz schnell ganz viel geld rauswerfen. Wir rissen uns zusammen vor allem nachdem wir unser gesamtes erabeitetes Geld am ersten tag im Reisebüro für die Pflichttouren an der Ostküste herausgeworfen hatten: Whitsundays und Fraser Island. Es sind zwar megageile Touren aber trotzdem n bissel deprimierend wie schnell man wieder auf plus minus null ist :S
    Highlight in Byron gewissermaßen war der Sonnenaufgang am östlichsten Punkt Australiens - dem Cape Byron mit seinem Leuchtturm. Eines schönen Morgens um 4 beschlossen wir mit zwei schwedinnen zusammen, die wir im club davor kennen gelernt hatten, uns zu fuß zum Leuchtturm aufzumachen um das Spektatkel zu erleben. nach 40 minütigem Lauf waren wir dann um 20 vor 5 da und fingen an zu warten. und warten.
    Es war kalt, megawindig und stockdunkel^^ Schlafen war auch nicht weil ich dann hundertpro verschlafen hätte und so blieb mir nichts weiter übrig als versuchen wach zu bleiben. Auch das ich meinen Pulli der einen Schwedin gegeben hatte (gentleman wie ich halt bin XD) machte den scheißwind nicht gerade besser und so behalf ich mir mit einem frühmorgentlich dauerlauf die treppen zum kapp hinunter und wieder rauf.
    Krönung war dann auch noch dass die schwedinnen 10 minuten vor sonnenaufgang (um viertel vor 7 also 2 STUNDEN SPÄTER!!!!) einfach reinhauten, nachdem sie einen krisenzipfel auf schwedisch hielten. Dümmste aktion überhaupt von ihnen XD Wir ließen uns aber nicht entmutigen und erlebten einen wirklich wunderschönen Sonnenaufgang!!! Und weil schlaf überbewertet ist, checkten wir vor einem kurzen powernap im Fernsehraum aus, um dann mit leon, adrian, Heiko und Jannik (na? wer kennt sie noch??) nach Nimbin zu fahren - dem offiziell inoffiziellen Graskapitol Australiens. Eine Straße, 50 Meter, 20 Dealer und jede Menge Angebote. Gras ist der einzige Grund warum diese Stadt existiert und daher wird es auch im Rahmen von der Polizei geduldet. Außerdem gibt es ein sehr farbenfrohes Museum, welches durchaus die halbe stunden Zeit, die es benötigt zu durchqueren, wert ist.
    Als nächstes großes Ziel stand dann schließlich die Natural Bridge im Springbrook Nationalpark an. Wir schliefen dort, da wir abends erst auf dem Parkplatz ankamen, im auto. Eigentlich schon halb eingeschlafen, wurden wir aus unserem gemütlichen Autoschlaf von einer Truppe Asiaten geweckt, die aus einem uns nicht ganz erfindlichen Grund nun nachts durch den Wald marschieren wollten. Naja egal dachten wir uns und sind ihnen hinterhergestrapst. Der Grund: Glohworms. Und zwar nicht die fliegende Version des Glühwürmchens, sondern neongrün leuchtende punkte unter Wurzeln, Überhängen oder in Höhlen. Eine unglaubliche Ansicht - ein Sternenhimmel in einer Höhle, keinen meter über unseren Köpfen. Zu blöd das der Handyakku für das eine oder andere Foto alle war... Die Erinnerung bleibt aber :D !

    der nächste tag Begann mit den sämtlichen Stationen im Springbrook Park, und dem spannenden Rennen gegen die Tankanzeige, die sich immer mehr dem ende neigte aber dank eines nur bergabgehenden rückwegs dann schließlich zum stillstand kam bis wir wieder an der Gold Coast tanken konnten. Zum Springbrook kann man nur sagen: Unglaubliche Wasserfälle, grandiose Aussichten auf Surfers Paradise und für uns selbst im strömenden Regen einen 3 Stundenwalk wert. Der Rest vermögen nur die Bilder in Worte zu fassen, die wir an diesem Tag schossen.

    Letztes Ziel unserer Etappe und auch letzter Abschnitt dieses Eintrags (ihr habt es fast geschafft und ich bin stolz auf euch :D <3) ist schließlich Sufers Paradise - Partylegende und Little Miami an der Australischen Ostküste. Aus dem es umgebenden gondwanaurwald erheben sich aus dem nichts Wolkenkratzer, Riesenräder, Golfplätze, Bungalowsuburbsviertel a'la USA und Neonlicht soweit das Auge reicht. Neben dem obligatorischen Hard Rock Cafe gibt es dann auch noch jede menge künstlich angelegte kanäle und Seen, die die luxuriöseren luushotels und resorts von dem gewöhnlich rest der nur luxushotels trennen und das leben ist schön hier XD und wir genießen es echt, denn mit jeder nacht im hostel kriegt man free entry in jeweils andere clubs, free drinks und der goon fließt wieder in strömen... Ziemlich gut auch wenn die partys nicht ganz so legedär sind wie man dachte was sowohl an den Leuten als auch an den Djs liegt (gestern klappte nicht ein übergang, es war total übersteuert und die ganze zeit hat er einfach nur "Put your fucking hands up" drübergehauen - für 4 stunden). Egal eine party is das was du draus machst und so haben wir auch so immer unseren spaß XD Am morgen danach gönnen wir uns dann auch seit langem mal wieder müsli mit frischem obst und milch (ultimativer kater killer) und im hause max gibt es dann noch n känguruhburger hinterher, die letztens bei woolworths (hier eher so ein reichelt als unser woolworth) im angebot waren.

    UNd so bleibt mir nichts anderes als euch alle mal wieder lieb zu drücken und euch eine frohe Osterzeit im verschneiten Berlin zu wünschen und all denen die grad Abi machen viel Glück bei den Prüfungen und genießt euer Leben :D :D

  • N Guter Tag :D

    Bon Jour ihr Lieben!!
    Heute gibts mal wieder n newsflash voll auf die Zwölf und auch ganz unkompliziert und ungedichtet abgetippt^^
    Wir befinden uns immernoch in Coffs Harbour, wo wir seid zwei wochen in demselben Hostel ein- und ausgehen. Es gibt Arbeit, nette Leute und viel drumrum also genießen wir die Zeit hier in vollen Zügen aber nu erstmal alles der reihe nach:
    Unser erster Arbeitgeber (abgesehen von einem kleinen 2 Stundenjob als Stockaufsammler) war der Farmer Gary. Zur Persönlichkeit: Gary ist im wahrsten sinne des Wortes ein kleiner Kampfallrounderzwerg. Hat mal alles gemacht (vor allem auch Martial Arts), und ist, wie er selbst sagte "eines tages aufgewacht stellte fest, dass er nun ne Farm besaß" :D Seitdem pflanzt er sowohl Bananen, Limetten als auch Blaubeeren an, welche wir am ersten Tag zusammen mit 5 weiteren Leuten vom Hostel pflückten. Da wir bereits 1 1/2 Stunden vor den anderen da waren, fingen wir erstmal allein an. Er erklärte uns das nötigste und schickte uns los pflücken. als die anderen schließlich eintrafen, waren wir bereits gut dabei und fortan konnten wir uns auch schon alles erlauben, weil wenn was schief lief, es irgendwie immer die anderen waren^^ So kam es dann auch, dass wir die einzigen waren, die er wiederhaben wollte - was natürlich auch an unseren unglaublich ausgereiften Pflückerskills lag, die wir in den nächsten tagen dann zur Schau stellten *hüst*. Naja wir wurden immerhin nicht gefeuert und als die Beeren gepflückt waren stiegen wir um auf Unkraut herausrupfen auf einem doch ordentlich großen Hügel. Belohnung: Am letzten Tag bei Gary sahen wir sowohl ne Bartagame als auch ne 3 Meter Python!!! :D ENDLICH MAL NE SCHLANGE^^ !!!!!! Mittags bekamen wir dann allerdings nen anruf von einer Firma namens Berry Exchange, bei der wir uns bereits vor der Zusage von Gary beworben hatten. vorteil: Mehr Geld und vor allem auch: mehr Geld. Da wir zudem auch noch mehr Geld bekamen entschieden wir uns am schluss fürs Geld und fuhren am nächsten Tag zur Einführung. Jedoch meldeten wir uns natürlich persönlich bei Gary ab und brachten wenigstens die zu dem Zeitpunkt nur angefangene Arbeit am Hügel noch freiwillig (aber trotzdem natürlich bezahlt) zu Ende!! Es war der erste wirklich wunderschöne Tag seit langem: Schlange, Kapitel Gary moralisch gut abgeschlossen und der neue Job in Aussicht. Was kann da noch groß passieren??? Nicht viel. Genau genommen ist sogar gar nichts passiert als ich dann den Schlüssel umdrehte in der Tiefgarage von Coles. UNser Auto hatte nämlich beschlossen, das es sich nunmal zu Wort melden wollte und es sprang nicht mehr an. toll -.- Doof, das wir nach hause laufen mussten. DOof, dass alles schon zu hatte was uns helfen konnte. Doof, dass wir zweimal ne halbe stunde jeweils zur tanke hin und zurück gelaufen sind. Aber vor allem: DOOF DASS DIE INDUCTION AM NÄCHSTEN TAG 40 MINUTEN ENTFERNT STATTFAND!!!! Einziger Ausweg: wir fuhren bei zwei deutschen im AUto mit, die bereits da arbeiteten. Da war allerdings doof, dass ihr und später auch unser Arbeitstag um 6 in der früh beginnt (Was bei uns dann 4 UHr aufstehen bedeutet für alle die, denen ich deswegen noch nicht in den OHren lag^^). Die Induction war allerdings erst um 12. 6 Uhr da und 12 der Termin = 6 Stunden Skat. -.- -.-" Naja ging dann irgendwie vorbei und dann kam das nächste Highlight: Die INduction für das Himbeerenpflücken beeinhaltet nach 10 minuten Papierkram auch ein verpflichtendes Video über.... die Blaubeere!!!! ein halbe Stunde ohne Sinn gewürzt mit ganz viel WARUM?? ergibt ein hochgenuss an Lehrfilmmaterial aus den 90ern. XD
    Egal die Arbeit hat nun begonnen und auch wenn wir die ersten Tage jetzt mit einem Leihauto zur Arbeit fahren mussten, ist jetzt wieder alles ok. Die zwei freien Tage, die sich unsere Fahrerin nahm und die wir notgezwungener Maßen auch nehmen mussten, verbrachten wir mit Surfen. Das Auto wurde nun über Nacht repariert, nachdem wir es gestern aus der garage herausgeschoben und abschleppen haben lassen. Und so schreibe ich euch nun am Ende eines Tages, dessen Bilanz (Auto ganz, 1. Mal richtig gesurfed mit aufstehn und so weiter, SPrung vom 8 Meter hohen Steg) nur ein Urteil zulässt:
    HEUTE WAR EIN RICHTIG GUTER TAG :D
    Bis bald mal :D

  • So ne Tüte!!!

    Ähem...
    Heute schreibe ich übers Niveau,
    den dem gehts grad gar nicht so.
    Es ist am sinken und zwar stark,
    dem Farmer es einfach behagt,
    drei Deutsche, die ihm vertrauten,
    sowohl Lust, Zeit und Freud zu rauben,
    auf dass sie nur noch schwitzig duften,
    und wie zombies vor sich hinne schuften.

    Doch beginnen wir erstmal am Start,
    Es gab regen, Sturm und Wind.
    Die deutschen fuhren geschwind
    eine lange, dunkle, feuchte Fahrt.
    Überschwemmt vom kühlen Nass,
    welches wahrlich schwemmt im Übermaß,
    sprach man im Web von gesperrten Straßen,
    gestürtzten Bäumen und solcher Phrasen.

    Doch die Deutschen auf gut Glück,
    fuhren 7 Stunden in nem Stück.
    von Sydney aus ging es nach Norden.
    Durch Dunkelheit gen trockenem Morgen.
    Und morgens ging es auch schon rund
    denn Morgenstund hat Gold im Mund

    Des Farmers tag beginnt um sieben
    durch lautes Rufen wach getrieben
    stehen wir zu besagter Stund
    schon auf dem Feld und schuften wund.

    Massen an Gras war zu mähen
    eine tat die bereits seit nem halben Jahr
    er beliebte zu veschmähen
    und so war es nicht sonderbar,
    dass es statt nach Farmidylle und Gebummel
    mehr aussah wie in einem dschungel

    Doch nicht nur des Mähens betraut,
    sondern auch mit allerlei gedönst,
    verbringst du den tag mit ner menge Kraut
    nur dass man nich des Knabberns fröhnt!!
    Denn Gurken, Mangos und Tomaten
    wuchsen in des Bauerns Garten
    und auch der Kürbis und die Eier -
    is doch stets dieselbe Leier

    Was gibt es sonst noch zu berichten?
    Wir fuhren Quad und übten dichten ^^
    trugen Bäume von uns behämmert
    zählten Kühe, Kälber, keine Lämmer
    Dafür kastrierten wir auch Stiere
    und es waren wirklich viele,
    die zudem noch des Hornes beraubt
    ich hätte es ja nicht geglaubt
    mit Blutfontänen von Dannen zogen
    was mich echt schockierte - ungelogen!!!

    Des Tages Ende gegen sieben
    wurde stets mitm Film vertrieben.
    Nach dem Dinner und dem abwasch
    lagen wir da, wie ein nasser Abklatsch
    ausgelaugt doch stets zufrieden
    mit dem was wir am tage trieben.
    Nur des Bauerns nervge Art
    hat uns gar nicht wohl behagt.
    Und so bin ich nun froh und voll im frieden
    dass ich in Coffs Harbour nun bin am liegen
    Mit dem ruhigen gewissen
    das wir arbeit nun ganz dienstbeflissen
    auch für Geld verrichten können
    und nun ein Monat ganz besonnen
    warten bis die Zeit vergeht
    und die Party weitergeht!!!!

    Bis dahin möcht ich noch alle Grüßen
    und so fühlet euch gegrüßt ihr Süßen^^
    Bleibt gesund, froh und gut gelaunt
    und ich schreib bald wieder, auf dass ihr staunt^^
    nun gehen mir die reime aus
    aus die maus
    ich bin jetzt raus!!!

  • Mission Impossible (?)

    Moin Moin fellaaaz :D
    Weiter geht’s mit der heutigen Episode von Bauer gesucht!!! In der heutigen Folge: Drei Berliner Großstadtheinis versuchen sich mal an harter Arbeit – werden sie durchhalten? Oder sehnen sie sich nach den ersten Tagen zurück nach Ampeln, Handyempfang und fließend Wasser?
    Um ehrlich zu sein, fließend wasser hatten wir, aber dank Dürre war jede Sekunde am Wasserhahn kostbar und verschwenden ist nicht.
    Aber meine Geschichte heute beginnt eigentlich n bissel früher. Nach meinem all-inclusive Badetrip inklusive Handy und co. war der Stand der Dinge wie folgt:
    Bankkarte: beantragt und auf dem Weg.
    Visakarte: beantragt und auf dem Weg.
    Ausweis: Vorerst nicht beantragbar aber mit aufsicht auf änderung ab Februar
    Führerschein: Nach langem Hin-und-Her nun doch nur persönlich beantragbar also auf in ein paar Monaten verschoben.
    Mit anderen Worten: außer abwarten war gerade nicht viel drin und da warten in Sydney nicht gerade billig ist, beschloss das Trio Infernale, einen gewagten Schritt zu nehmen: Wir kauften und das WWOOFing Buch (Willing Workers On Organic Farms). Dieses Programm ermöglicht den Teilnehmern, auf ausgewählten Farmen für Unterkunft und Verpflegung zu arbeiten – meistens so 4 Stunden am Tag. Alles was man dafür tun muss ist anrufen und fragen, ob grad Platz ist. Nach ungefähr 20 erfolglosen Anrufen kam dann schließlich abends der erlösende Rückruf: Auf einer Rinder- und Knoblauchfarm 5 Stunden nördlich von Sydney war grad aufgrund eines Sturms sowohl Platz verfügbar als auch Arbeit zu verrichten (für alle Neugiereigen: http://www.patricenewell.com.au/elmswood-farm.html, ). Am nächsten Tag würden wir aufbrechen – genug Zeit, um mit Efo und Patrick nochmal schön feiern zu gehen was auch prompt abends organisiert wurde seitens des Hostels. Mit hauseigenem Partybus rollten wir in unseren Billigsauftempel ein (wodkadrinks 2$). Es war ein megalustiger Abend XD. Aber zurück zur Farm. Nach 4 stündiger Fahrt gelangten wir schließlich an die Pforte zum Elmswood-estate. Und sofort wurde uns klar, dass die Angelgenheit doch deutlich edler war, als wir uns gedacht hatten. Statt JWD-Farm mit irgendwelchen Leuts entpuppte sich unsere Bleibe als sowohl alterwürdiger Herrensitz einer einst durchaus berühmten Schafszuchtlinie wie auch Heim zweier äußerst bemerkenswerter Persönlichkeiten: Patrice Newell und Phillip Adams. Vor allem Letzterer ist es durchaus mal wert gegoogelt zu werden. Nur so viel vorweg: Er ist 25-facher Autor, persönlicher Freund des ehemaligen Prime Ministers, Host einer renommierten Fernsehshow gewesen und ein Zwergplanet ist nach ihm benannt. Doch das erfuhren wir erst sehr spät und nicht durch ihn, sondern durch den Eintrag eines vorherigen WWOOFers. Phil merkte man seine offensichtlich sehr ereignissreiche Vergangenheit nicht an. Er war ein sehr ruhig intelligenter aber auch durchweg freundlich und lustiger Mensch. Patrice war da schon etwas versnobbter in ihrer Art Leute anzuweisen, aber letzendlich auch eine sehr nette Persönlichkeit und so konnten wir gar nicht anders als uns rundum wohl zu fühlen. Untergebracht waren wir im Gartenhaus, zusammen mit Graeme, einem eigentlich schon längst zu alten aushilfsfarmer, der schon seit ein paar Jahren zum Mobiliar von Elmswood gehört und ebenfalls ein sehr lustiger wenn auch teilweise etwas schräger Zeitgenosse ist.
    Um 8 Uhr früh standen wir dann immer in unseren Feldschuhen vor der Tür, bereit wieder ordentlich anzupacken. Und es gab auch viel zu tun: knoblauch polieren, sortieren, versorgen, Wolle auf Jeeps laden und in die Pampa bringen, um Wasserläufe zu blockieren, Umgestürtzte Bäume und Äste abtransportieren, Geschredderte Holzstücke auf Beete verteilen, Gemüse ernten und viel mehr! In dieser Zeit fuhren wir nicht mit dem oldschool Traktor, sondern auch mit dem Jeep, dem Squad und dem Gator (einem 6-wheel Squad mit Ladefläche – so ne art moderne Schubkarre). Um 12, nach dem Lunch, war unser Arbeitstag dann auch schon wieder vorbei und uns war freigestellt zu tun, was immer wir wollten. Zur Auswahl standen Pool und Foxtel (so eine Art Sky Fernsehen). Natürlich wurde stets der Pool bevorzugt aber auch der eine oder andere Film am Abend nicht verschmäht. Auch die aktuelle Musikszene kennen wir nun in und auswendig – wobei wir dann später feststellen mussten, dass davon in Deutschland noch nicht allzuviel angekommen war (ihr dürft euch auf ein paar echt gute Lieder freuen ;) ). Aber nicht nur in der rauhen Welt der Farmarbeit wurden wir ausgebildet sondern auch in der Gourmetwelt der Küche der Patrice Newell. Jeden Abend gab es Fleisch vom Holzbarbecue mit Gemüse und natürlich reichlich knoblauch. Natürlich reden wir von Fleisch von hauseigenen Rindern bzw. selbstgeschossenen Wildschweinen, selbstgeerntetem Gemüse und dem hauseigenem durchaus berühmten Newell-Knoblauch. Und nach 3 Monaten Spaghetti- und Reisdiät wär allein schon das Gemüse für uns der Himmel auf Erden gewesen XD
    Naja die Zeit verging im Fluge, der Januar neigte sich dem Ende und wir beschlossen das es an der Zeit ist für ein bisschen bezahlte Farmarbeit. Leider durften wir nicht bei der Elmswoodfarm anfangen zu arbeiten, da das im Rahmen des WWOOFing Programms nicht erlaubt ist. Stattdessen gab uns Patrice einige Namen von Leuten und Orten, bei denen wir mal nachfragen sollten.
    Wir verabschiedeten uns und nun sind wir mal WIEDER in Sydney aber nicht auf Dauer. Wir holten nur ein bisschen Post ab bei Eleanors Eltern, verbrachten zwei Tage mit Celli und Basti, die auch bei uns Hostel sind und morgen geht es schon wieder weiter zum nächsten WWOOFer Job, da die Farmarbeit im Moment eingestellt ist, da Australiensostküste nun nach einem Wochenlangen Waldbrand komplett überflutet ist. Toll. Najut wir warten auf besseres Wetter und auf ein bisschen Arbeit und ich hoffe ihr musste nicht allzulange auf diesen Eintrag warten. :D
    Ich drück euch ganz dolle und sende liebste Grüße in das fröstelnde Berlin und nach ganz Restdeutschland :)

    Mission Impossible Jobsuche geht in die Verlängerung^^ und damit auch mal der Fleiß belohnt wird, hier ständig die Roman ganz zu lesen hier noch eine kleine Überraschung (wir waren auch ziemlich überrascht XD): http://www.patricenewell.com.au/meet_the_team.html

  • Happy New Year!!!! (?)

    Wir befinden uns im Jahre 2013. Ganz Australien ist von den Deutschen besetzt. Ganz Australien? Nein ein von drei Deutschen besuchtes Hostel scheint dem Eindringling widerstand zu leisten... Hier sind nämlich gerade fast nur Schweden - ein lustiges Völkchen ^^ Und so finde ich mal wieder eine müßige Minute um euch meine Geschichte zu erzählen.

    Es beginnt mit NYE. Nun was soll man sagen? Es war wie erwartet legendär, wie erwartet voll und unerwartet heiß^^ wir sind um 12:30 in die City rausgefahren, um noch ansatzweise gute Plätze zu ergattern, nachdem wir a Tag davor im INternet geguckt hatten, welche Plätze empfohlen wurden. Eigentlich darauf eingestellt, ein paar stündchen in der Hitze durch Menschenmassen zu latschen und nichts zu finden waren wir dann doch leicht überrascht, als wir gleich beim ersten versuch einen Spott direkt am Hafen im Botanischen Garten mit ungestörtem Blick auf die Harbour Bridge zu ergattern. chrissi hatte nur eine Sorge als wir durch die Taschenkontrolle kamen: "Bitte keine Deutschen neben uns!" ... Nagut, sie saßen hinter uns -.-" zwei Mädels aus Nürnberg und nem DOrf in Österreich, die im Moment in Shanghai als Lehrer in einer deutschen Schule für die sagen wir mal besserbetuchten arbeiteten. Sie waren nett und hatten essen also freundeten wir uns schnell an XD Außerdem verkürzte das Gespräch die 12 Stunden wartezeit dann doch erheblich, obwohl eigentlich es nur 9 waren, da um 9 schon das "familienfeuerwerk" losging. Sowas gibts auch nur in Australien. Feiert Sylvester einfach mal um 9 damit die Kinder um 10 im Bett sind^^ Knuffig XD Da wir ja aber schon groß und erwachsen sind und schon gaaaaaanz lange aufbleiben können, blieben wir noch die 3 letzten stunden bis zum richtigen Feuerwerk und was soll ich sagen?? Es ist zwar schade, dass man in australien aufgrund der hohen Verletzungsgefahr nicht selber knallen darf aber das Spektakel, welches sich uns an diesem Abend bot, hätt ich mir eh selber in hundert jahren nicht leisten können ^^ Als der Countdown (von Kylie Minogue heruntergezählt - yaay) endlich die 0 erreichte explodierte nicht nur die Harbour Bridge, sondern auch das Opera House, der Darling Harbour in der Distance und einfach der gesamte restliche Hafen in einem farbenfrohen Lichtermeer. Ich mein das Familienfeuerwerk war schon schön anzusehen, aber das richtige Neujahrspektakel war ein unvorstellbar atmeberaubend :D
    Nächster UNterschied zu Deutschland: Wenns aus is isses aus^^ Also man muss dazu sagen, dass am NYE Sydney überlaufen ist und man die Wahl hatt, viel Geld zu zahlen und feiern zu gehen, das Feuerwerk zu sehen, oder ein Vermögen zu zahlen und dafür auf eine der Partys am Hafen zu gehen inklusive Feuerwerk. Die Massen an touris, die natürlich für das Feuerwerk kommen, gehen auch nach dem Feuerwerk nach Hause, weil Partys dann schon voll sind und man nicht mehr allzuviel mehr machen kann. Kai, Chrissi und ich wanderten aber noch ein bisschen umher, erfreuten uns an der positiven Atmosphäre, den Schnapsleichen, die nach Hause wankten, der einen oder anderen Schlägerei und ließen das neue Jahr gemütlich bei Subway anfangen. Die allgemeine Parole: EIN FROHES NEUES JAHR!!!

    Nun, bisher hatts nochnicht sooo gut geklappt - am 3.1. mussten wir aus unserem gemütlichen (und mit klavieren bestückten) heim ausziehen, da Eleanor kurfristig nach Canberra zurückkehren musste und wir sie begleiteten... Neben der Tatsache, dass wir wieder in der vermutlich unaufregendsten Stadt Australiens waren, wurde es langsam auch unerträglich heiß - 40 grad im Schatten den ganzen Tag über ließen uns die drei tage in Canberra hauptsächlich bei ihr zu Hause verbringen - Filme, Nintendo 64 und Fernsehen standen zur auswahl (an einem Tag schauten wir 4 Filme hintereinander weg). Eleanor und ihre Freundin Paris versuchten wenigstens, die Abende interessant zu gestalten und nahmen uns mit zum Baseball. Eigentlich, wenn man sich so an die Filme erinnert aus Amerika, dann sieht das ja immer richtig spannend aus. Ist es aber nicht -.-" also vielleicht spielen es ja die Australier falsch aber das waren die langatmigsten dreieinhalb Stunden bisher in Australien. Anschließend erfuhren wir dann auch den eigentlichen Grund für den Ausflug - den Mädels ging es weniger darum, uns ein Stück australische Kultur nahe zu bringen sondern vielmehr darum, sich abzuschießen und dann einen Sportler abzugreifen XD sie kannten auch den großteil des Teams persönlich und hatten dann Kommentare wie "thats a prick" oder so auf Lager, wenn besagtes Schwein das Feld betrat ^^ Am schluss erfreuten wir drei uns an einem kleinen improvisierten Workout, dem Haten auf die Sportart und der Tatsache, dass einer "knecht" hieß - oder "kinect", wie es im Englischen ausgesprochen wird.

    Nagut genug von Canberra. Nach diesen aufregenden Tagen ging es an die Küste - Sommer, Strand, Meer... das klingt doch langsam nach nem Guten Neuen Jahr!!!
    Wir wohnten bei Paris Familie im Haus, bzw. eher im Garten und bereits von Anfang an fühlte man sich irgendwie nicht wirklich willkommen. Ich kann eigentlich nicht genau sagen warum, da sie wirklich nett waren an sich und uns alles zukommen ließen, damit wir uns wohl fühlten. trotzdem hatte alles irgendwie eine gezwungene Art. Naja wir waren eh kaum zu Hause, am ersten tag zum Beispiel standen wir um kurz vor 6 auf, um um 6 zu einem nahe glegenen Berg. ENDLICH WIEDER EINMAL BERGSTEIGEN :D Nachdem uns paris die Hinfahrt über erzählte, wie anstrengend der trip werden würde (1,5h hin, 30 minuten zurück), war sie dann doch erstaunt, als wir bereits nach 5 minuten aus ihrem Sichtfeld entschwanden. Also ich will nicht sagen, dass ich den Aufstieg nicht anstrengend fand - am anstrengendsten find ich immer Pausen bzw. das Weiterlaufen danach, weswegen ich ungern pausen mache - aber ich genoß es einfach so sehr mal wieder nen Berg hochzulatschen, dass ich n bissel tempo machte ^^ Das einzige, was die tour n bissel vermasselte war der Umstand, dass die Tour fast nur aus Treppen bestand. Trotzdem kamen wir nach 50 Minuten oben außer Atem aber glücklich an und genossen die vorhergesagt wunderschöne Aussicht - von 10 Meter weite. Wir standen nämlich um 7 uhr morgens souverän in den Wolken in den Misty Mountains und sahen einfach nichts. toll. aber gut wir pausierten, schnabbulierten und machten uns wieder auf den Rückweg.
    Das restprogramm in Mollymook, wo Paris Familie lebte und was 3 stunden östlich von Canberra liegt, bestand aus Meer und Open-air workout.
    Hier am Strand hatte dann auch das (NICHT)-Frohes Neues Jahr seinen bisherigen Höhepunkt, als ich bei starken 42 Grad nicht mehr aufs wesentliche achtete und mal eben mit komplettausrüstung und vor allem auch Handy schwimmen ging. Toll. Natürlich hatt ihm die 5 Minuten Salzwasserkur nicht wirklich genützt und so sind nun all die schönen Fotos, Nummern und halt auch das Handy an sich futsch... (inzwischen hab ich aber schon n neues - Nummer wird bald mal rumgeschickt :D ) Die gesamtbilanz meines bisher schlimmsten Tages 2013 lautet übrigens neben den Verlusten: 2mal den gleichen Fuß verknackst, meine Zehen komplett geschrotttet, ne Ladung Sand im Auge und nen Sonnenbrand -.-" bin dann nach der Aktion mit dem Sand einfach ins Bett gegangen - hatte genug!!!

    NUnja ein max lässt sich ja von son paar rückschlägen nicht die positive Grundhaltung vermiesen und so war ich wenigstens n bissel froh, dass uns Paris am nächsten tag höflich mitteilte, dass wir möglichst schnell gehen sollten. Das taten wir dann auch zu gerne und fuhren weiter nördlich in richtung Kiama, wo wir vor drei jahren ja auch auf unserem Sydney - Canberra- trip gehalten hatten. Auf dem Weg fuhren wir dann auch mitten durch die Buschfeuer, die überall in den NAchrichten waren (die Straße war am vortag noch geschlossen). Natürlich erlebten wir nich meterhohe Flammen und Explosionen aber allein das "gemütliche flackern" neben uns und die kilometerlangen, rußgeschwärzten Waldstücke zusammen mit dem dichtne rauch waren schon beeindruckend genug. Unser Lager schlugen wir schließlich nicht in Kiama auf, sondern eine Stunde weiter vorne im wunderschönen Jervis Bay. Weiße Strände, türkises Meer, am Horizont ein Kriegsschiff - einfach idyllisch XD Aber wie gewohnt hatten wir uns nicht vorher um eine Campingerlaubnis gekümmert zum teil auch, weil ich es langsam leid bin, mich um (fast) alles kümmern zu müssen - aber hey!! Das Leben kann so einfach sein (mit ein bisschen Glück). als wir auf dem campingplatz stehen und gerade zur eigentlich schon geschlossenen rezeption zurückfahren wollten, fragt Kai einfach mal spontan die erste, die er sieht, ob sie uns n tipp geben könne. Statdessen zeigt sie uns nen Steplatz, den sie bezahlt hat aber aus irgendeinem Grund nun nich Braucht und den wir natürlich benutzen können - nehmen wir ^^ So schliefen wir seit langem mal wieder open air zwischen känguruhs und Wallabies in einem schönen Waldstück auf megahartem Boden, weswegen ich auf halber strecke ins auto umzog^^

    Am nächsten Tag ging es weiter nach Kiama, wo wir dann aber nur ne kurze Subway pause machten und dann gleich weiter nach sydney fuhren, von wo ich euhc gerade schreibe. Die letzten Tage bin ich nur die ganze zeit rumgerannt, hab versucht mir n handy zu organisieren und war einfach megaviel unterwegs. Nächste schockierende Nachricht: MEIN LIEBLINGS OPEN-AIR MCDONALDS IST GESCHLOSSEN WORDEN!!!!!
    Nach dieser Erkenntnis gab es nur noch eine Möglichkeit, meine positive grundhaltung und den tag im allgemeinen zu retten: Atemberaubende Landschaften, Ohrwurmmelodien und eine der größten Geschichten aller Zeiten - DER HOBBIT 3D IM GRÖßTEN KINO DER WELT :D und ja es war episch!!! Den Film kann ich wirklich nur empfehlen solange man auch in der Geschichte drin ist - wenn nicht könnte es n bissel verwirrend sein ^^

    Nunja ansonsten bleibt nur noch zu erzählen, dass wir im Moment viel mit Efo und Pati abhängen, wir gestern am darling Harbour noch ein wunderschönes Spontanfeuerwerk erlebten und auch mal wieder bei subway waren.
    Also euch allen nochmal EIN FROHES NEUES JAHR und bleibt gesund, fröhlich und so wie ihr nunmal alle so seid :D
    Bis demnächst!!!!

  • Time goes by...

    Halloo? irgendjemand noch da? hier ist ja jetzt nun schon ne ganze weile nichts mehr passiert... Und so fängt ein weiterer Blog damit an, dass ich mich für die lange wartezeit entschuldige und es mit dem ganzen Spaß hier unten begründe^^

    Die letzten Wochen waren aber auch eine interessante Mischung aus "nichts los-.-" und "geile Aktion", dass man nicht zum bloggen kam aber genug mit den faulen Ausreden!! Es gilt, einen Roman zu schreiben:

    Es begab sich in grauer Vorzeit, dass drei Kings in eine Stadt einzogen - eine Stadt mit dem Namen Melbourne. Da die drei Kings waren, liefen sie natürlich nicht zu Fuß, sondern ritten in einem weißen Schlachtross ein. Das MIB oder Melbourne International Backpackers hatten sie sich als Bleibe auserkoren, auf dass sie zusammen mit Adrian und Leon leben konnten. Und so ergab es sich, dass die drei Kings sehr zufrieden waren mit ihrem Gasthaus, obwohl es doch so derartig andersartig war von allem, was sie in Adelaide kannten. Hatten damals noch 40 unter einem Dach gelebt, so lebten nun allein 80 auf einem Stockwerk, von denen es drei an der Zahl gab. Alles war größer und anonymer aber auch interessanter dadurch, weil man besonders gut beobachten konnte. In dieser Zeit schärfte sich auch unser Blick für das deutschsein drastisch, sodass wir deutsche mit relativer Sicherheit nun schon aus großer Distanz erspähen können ^^ Schweden hingegen sind da äußerst schwer auszumachen - aber dazu später mehr und in Neuzeitsprache....
    Wir wohnten also im MIB in einem 10er Zimmer zusammen mit zwei teilweise sogar drei weiteren Deutschen - mindestens 50% aber was eine echt tolle Quote ist. Aber immerhin verstand man sich gut also war es sogar teils echt lustig^^ Nur das englisch kam n bissel kurz aber mein Gott des is ja wie Fahrrad fahren - man verlernts schon nicht... Die Anfangstage in Melbourne wurden dann auch gleich mit Arbeitssuche verbracht - uns sprang gleich ein Angebot ins Auge: Salespeople, was auch Adrian und Leon machten. 700 pro Woche Basewage, lustiges und junges Team, keine qualifikation bis auf eine kurze Einweisung benötigt; hörte sich also gar nicht mal so schlecht an. Die Mission: Gratis energiesparende Mehrfachsteckerleisten für die Fernseher der Einwohner Melbournes im Auftrag des viktorianischen Governments zu installieren. Spart Geld, hilft der Umwelt da in Australien 80% der Elektrizität durch Kohleverbrennung produziert wird, und spart gleich nochmal Geld, weil jede dieser Steckerleisten 85 Dollar wert waren. Findet irgendjemand n Nachteil für irgendeinen der Beteiligten??? Nun ich auch nicht und daher dachte ich, dass das durchaus leicht gehen müsste - falsch gedacht. In Melbourne gibt es gefühlte 20 Stromanbieter, die alle ihre eigene Armee von Doorknockern halten. Man kann sich ausmalen wie häufig da ein netter mitarbeiter vor der eigenen türe steht. Wer hört da noch dem einen zu, der verzweifelt versucht, den Leuten zu verklickern, dass man nichts mit irgendwelchen Stromanbietern zu tun hatt, sondern quasi im Auftrag der Regierung unterwegs ist??? Dementsprechend sah der Alltag so aus, dass man ab 12 sechs stunden am stück durch ein vorgegebenes Gebiet mit seinem trolli latscht und sich am süßen Klang genervter Leute und zuschlagender Türen erfreut. Nicht gerade die Art und Weise, wie man seine Zeit in Australien verbringen will, vor allem da chen, unser Teamleader mit überragenden Englischkenntnissen, uns nicht einen sinnvollen Tipp geben konnte. Nun ja also hab ich nach 5 tagen wieder gekündigt und wandte mich nun einem Job im Hospitality business zu, nach Möglichkeit Barkeeper. Kai und chrissi kehrten zurück zu Lumo Energy,einem der besagten Stromanbieter, wo sie bereits in Adelaide gearbeitet hatten. Ich wollte mich aber nicht weiter durch einen retailjob quälen und so absolvierte ich zunächst einmal den in australien vorgeschriebenen RSA kurs. Sobald man etwas mit Alkohol zu tun hatt, muss man nämlich einen Kurs absolvieren über die Auswirkungen, die Kunden, das Verweigern des Ausschanks und so weiter. Eine echt gute Sache, die auch noch Spaß gemacht hat.
    Anschließend wurde das Resume geschrieben, gedruckt und verteilt und dann abgewartet. In dieser Zeit vermisste ich echt die deutsche organisiertheit denn wenn in Australien dir jemand sagt "ich ruf dich später an", dann ruft er nicht später oder am nächsten tag sondern gar nicht an und du endest am schluss damit, dass du 10 "Vielleichts" hinterherrennen musst und dann bei einer Gelegenheit mal in einen trial kommst. Bei mir gestaltete sich diese Gelegenheit als ein italienisches Restaurant an der Southbank, dass auf die Macbook und Hippsterneureich Generation ausgerichtet war. Zwar arbeitete ich nicht als Barkeeper, konnte aber mich immerhin als Kellner probieren, was mir egal war, da ich eh plante nur noch 2 wochen da zu arbeiten. Leider beschäftigte der Italiener so viele Leute, dass ich nur 2 mal zum arbeiten kam bevor die Zeit um war und ich muss sagen, dass ich es auch nicht soo toll fand wie Barkeepern - zu viel herumgerenne. Trotzdem waren die Leute, die man so trifft echt cool. bei einem Pärchen um die 40, mit denen ich mich sehr gut verstanden hatte während meiner schicht, saß ich anschließend noch ne halbe stunde und quatschte über dies und das. Außerdem lernte ich, dass sowohl schwule als auch Lesben auf meine grüne Hose abfahren und die Begeisterung mit fortschreitender Stunde und Alkoholpegel noch anstieg ^^

    Aber auch abseits der arbeitsfront geschah so dies und das - vor allem fing ich an, Gitarre zu lernen!! Carissa, das Mädel aus Canada, hatte nämlich im Schrank ihres Apartements eine wunderschöne Akkustikgitarre stehen, die ihre Vormieterin nicht mitgenommen als sie (leider nur vorrübergehend) auszog und so hatte ich für 2 Wochen noch eine Gitarre, mit der ich so 4 - 5 Stunden am tag verbrachte. Chrissi und Adrian teilen ihr reiches Wissen an Gitarrenriffs mit mir und nu kann ich immerhin schon Tears in Heaven und Delilah relativ komplett, die Intros von Nothing Else Matters, Road trippin, I'm Yours und Otherside, sowie n Großteil der Standardakkorde, wenn auch diese vermaledeiten Barré Griffe noch nich so wirklich klappen... Wie gesagt musste ich mein Baby aber auch wieder zurückbringen und so sitze ich nun in Sydney ohne jegliche Möglichkeit, weiter zu üben :(
    Ansonsten reicht es in Melbourne, abends auf die Straßen zu gehen und man wird unglaublich gut von den Legionen an Straßenkünstlern unterhalten. Musiker, Akrobaten, Tänzer, Maler und alles, was man sich vorstellen kann war vertreten. Eine unglaublich schöne atmosphäre vor allem bei lauen sommernachtstemperaturen!!

    Tourismusprogrammtechnisch erledigten wir nen guten Teil dessen, was man so in Melbourne für wenig Geld machen kann - wir waren in sämltichen Parks und dem Botanischen Garten, besuchten das Aquarium (echt schön), erklommen das Eureka Skydeck (wunderschöner Ausblick), bestaunten James Bond im Imax auf der drittgrößten Leinwand der Welt mit legendärem Sound, erkundeten die Club und Barszene und wären sogar beinah umsonst aufs Stereosonic festival gekommen featuring Tiesto, Avicii, Calvin Harris, Martin Solveig und noch vielen Mehr allein in Melbourne!!! Leon und Adrian arbeiteten nämlich nebenjobmäßig als Promoter für einen neuen Club in Melbourne und erhielten dafür regelmäßig freien Eintritt und Freigetränke, weswegen wir auch mal anfragten, ob wir auch Flyer verteilen durften. Irgendwie hatte es der Besitzer nun geschafft, die offizielle Stereosonic Aftershowparty zu stagen und wir sollten nun vor dem stereosonic gelände promoten, und durften laut Deal noch die letzten 2 stunden gratis rein (die hälfte von Calvin Harris und Tiesto komplett). Wir waren schon um 2 fertig mit allen Flyern und so warteten wir 6 Stunden auf den Typen, der uns die restlichen tickets geben sollte (wir waren insgesamt 6 Promoter). Um halb 9 kam dann schließlich ein typ angerannt, der genau 1 Ticket dabei hatte, obwohl er von zu Hause kam und da alle tickets hatte und sein einziger Auftrag war, uns die tickets zu bringen. Wie man da die tickets vergessen kann weiß ich auch nicht. Auf jeden Fall verschwand er, um mit den Security typen zu quatschen. Um viertel nach 9 kam dann ein anderer Typ vom club an, der aus allen Wolken fiel, dass wir noch nicht drin waren und der uns noch ein weiteres Ticket (sein eigenes) gab - als ob 8 leute mit nun 2 Tickets irgendwas anfangen können -.-" Unterm Strich arbeiteten wir also 2 stunden, warteten 7 und verpassten am Schluss das gesamte Festival... Will jemand raten wie wir gelaunt waren?? Selbst dass uns nun 300 Dollar freigetränke zugesprochen worden waren, heiterten uns nicht besonders auf. Mehr oder weniger angepisst begannen wir also einen der legendärsten Abende bisher, indem wir zu 10 mit 8 litern bestem Goone vorglühten... Nun wie gesagt der Abend wurde legendär und irgendwie hat jeder der beteiligten seine eigene Geschichte aber ich muss euch enttäuschen - was an diesem Abend passierte bleibt unter den beteiligten ^^

    Wir schreiben nun den 23. Dezember und die Zeit in Melbourne ist zu ende. Um 10 uhr brachen Adrian, Leon, Kai, Chrissi und Ich in unserem weißen Schlachtross auf, um gen Sydney zu reiten. Es wurde ein heißer Ritt in jedem sinne. Vormittags rollten wir durch angenehme 39 Grad feinstes prägewitterliche Wetter sprich die Hitze wurde dir so in den Kopf gehämmert, dass man schreien wollte XD Gott sei gedankt denn sein größtes Wunder ist die Klimaanlage ;) Nun wie einige schon wissen, blieb es natürlich nicht bei der wolkenlosen Idylle sondern das prägewitterliche Wetter entfernte Flux das prä und legte nun voll- und hauptgewitterlich los. 5 Minuten feinsten Regengusses. Es schüttete nicht mal aus Eimern oder sogar Bottichen - da kam einfach mal schnell ne verdammte Tankladung runter. Man sah nichts, hörte nichts außer dem peitschen der Tropfen und das gelegntliche Brechen eines Baumstammes. Nun die erse Flut überstanden wir noch leicht geschockt am Straßenrand, da wir rechtzeitig angehalten waren. Bei der zweiten apokalyptischen Sinnflut allerdings befand ich glücklicher mich hinterm steuer auf der rechten spur mit satten 110 Höchstgeschwindigkeit, da es so ein schönes Stück gerader Straße gewesen war. Nun man sah wieder nichts und wir wollten möglichst schnell auf die standspur und so schlug einer aus dem Auto vor, die Spur wieder nach links zu wechseln. Ich, noch total geplättet vom Ausmaß des Regens, zog rüber und bemerkte auf halber Strecke, dass wir uns zwar schön richtung standspur bewegten, dass aber das auto auf jegliches gegenlenken schiss. Nun ich sag mal, wir erreichten die Standspur möglichst schnell inklusive Leitplanke, die unsere Ankunft mit 110 Km/h auch ruckartig bremste. Den Rumms hörte man sogar durch den Regen und wir und vor allem Adrian, der zu meinem leicht überraschtem " WOA WOA WOOOOOOOOOOOOOOO- DISCH"-Ausruf aufgewacht war, konnten nicht fassen was gerade passiert war. Aber es wurde noch seltsamer denn als wir von der brücke runter und auf den Standstreifen gefahren waren, begutachteten wir den Schaden, den wir dem rumms entsprechend als ziemlich endgültig eingestuft hatten. NUn ich weiß immernoch nicht wie aber es war wirklich nur der Seitenspiegel total zerstört. Dazu muss man aber sagen, dass bei unserem alten auto der Spiegel nicht einklappbar ist und wir vermutlich wirklich so parallel mit dem spiegel voraus in die Planke gerattert sind, dass das stabile Ford Falcon Plastik, die gesamte Wucht aus dem Aufprall nahm.Stuntmanprüfung bestanden!!! Und so fuhren wir absolut gebrainfucked und ohne linken Außenspiegel weiter richtung Sydney...

    Unser erstes Ziel war das Haus von Mattias, seinen eltern (Mutter littauisch und Vater aus der Nähe von Dortmund) und trotzky, dem coolsten Rauhhaardackel aller Zeiten!!! Leon und Adrian, die eigentlich bei uns im Auto schlafen wollten, da ihre Bleibe erst am nächsten Tag verfügbar war, wurden auch noch aufgenommen und so verbrachten die Familie Weihnachten mit nun 5 weiteren Deutschen am Tisch, die trotzdem der drückenden Übermacht der stark vertretenden Littauischen Familie klar unterlegen waren ^^ Ein herzlicheren Empfang hätte man uns nicht bereiten können als mit einem reich gedeckten Weihnachtsbuffet aus allerlei Salaten und hauptsächlich Seafood. Wir wurden sofort in die Gruppe aufgenommen und kamen gleich in den Genuss des direkten australischen Humors, wobei ich ja auch nicht auf den Mund gefallen bin und so auch nach lust und laune austeilen konnte, was nicht nur gern gesehen sondern natürlich auch gleich gekontert wurde ^^ Es war ein mehr als lustiger und gemütlicher Abend XD Und am nächsten Tag ging es gleich weiter, da uns die Großmama von Mattias in ihr Haus in Bondi Junction einlud zum truthahn essen. Die Abende verbrachten wir vor der gut ausgestatteten Heimkinoanlage des Hauses mattias, bestehend aus großem Fernseher und überdimensionaler Soundanlage, die bei jedem Schlag vom neuesten Batman in Blueray Qualität die Wände zittern ließ :D
    Chrissi, Kai und ich spielten aber auch die eine oder andere Runde Halo mit Mattias im 4 player free for all oder Team, wo uns Mattias aber auch allein gegen uns drei im team mehr als nur vorführte (er verlor ein spiel in 5 Tagen und locker 100 Runden die wir spielten - gegen mich XD aber trotzdem keine gute Statistik für zeee germans ^^) Es war richtig lusitg zu sehen, wie Chrissi und Kai zu richtigen zockern wurden in dieser Zeit.
    Das Problem Außenspiegel löste sich nicht ultimativ optimal, da sämtliche Schrottplatz- und Ersatzteilhändler zu hatten oder keine fordteile verkauften und wir so gezwungen waren, einen neuen Außenspiegel zu kaufen bei Ford für satte 170 Dollar - immerhin konnten wir uns dann aber die 110 Dollar für die Installation sparen, indem wir es schnell selber machten. Auf die Frage, ob es denn machbar sei, hate der Mitarbeiter im sevricecenter noch gesagt "only if u got the right tools".. nunja am schluss mussten wir drei kreuzschlitzige Schrauben entfernen. Und nen Schraubenzieher hatten wir sogar (unglaublich oder????) ;)
    Nach 5 Tagen war es aber auch an der Zeit für einen Tapetenwechsel und so leben wir im Moment bei Eleanor, einer Freundin die wie Mattias damals beim Austausch mit Australien auf australischer Seite dabei waren. Es war ein herzliches Wiedersehen und nun bevölkern wir das ansonsten leere Haus ihrer Eltern, die für drei Wochen in Indien reisen und genießen die Zeit mit bis jetzt Party und chillen.

    schönste Entdeckung by the way waren im Keller des Hauses zwei Klaviere (ein flügel) und ein schlagzeug und so komm ich jetzt in den Genuß auf leicht kaputten und stark verstimmten Klavieren n bissel zu klimpern und alle zu nerven, die sich fragen, warum ich nicht aufhöre zu spielen wenn es offensichtlich nicht wirklich geht, musik auf diesen instrumenten zu spielen^^ XD

    Alles in Allem ist einfach wieder wunderbar in Sydney zu sein, das nichts an seiner schöhnheit eingebüßt hatt!!! Es gibt einfach kaum was schöneres, als am Circular Quay zustehen und im rundblick die Skyline, den Hafen, die Harbour bridge, das Opernhaus und die Küstenlinie von Northern Sydney zu betrachten. Und auf unserem ersten Erkundungslauf durch the rocks, circular quay und Botanical garden kamen wir aus dem Grinsen gar nicht mehr raus als wir merkten, dass wir da überall schonmal waren und sich nichts geändert hatt (Die tour durch the rocks war auch vor drei jahren unser erster Tag in Sydney CBD gewesen...)

    So werden wir die Zeit hier sicherlich genießen und freuen uns schon auf New Years Eve!!!!
    Euch allen einen guten Rutsch, mögen sich alle Wünsche erfüllen und ihr die Stärke finden, eure guten Vorsätze umzusetzen :D Hab euch lieb und fühlt euch gedrückt!!!! Bis zum nächsten Jahr!!!!!!!!! :D

  • Highway to Hell :)

    Sooo ihr Lieben - es is wieder zeit fuer maxens Maerchenstunde!!!
    Heute erzaehle ich eine Geschichte voller Spannung, Abenteuer, ueberaschender Wendungen und natuerlich mit und ueber das Trio Infernale.

    Die Tage in Adelaide nach meinem letzten Blog waren relativ hetzig. Viel musste organisiert werden und das auch noch moeglichst schnell!! Schliesslich hatten wir uns dann aber bei der Entscheidung zwischen einem klassischen Campervan und einem eher mobilen Ford Falcon zu Gunsten von letzterem entschieden. Zuletzt bot dieser nicht nur mehr Platz fuer unser Zeug und besass eine Automatikschaltung, er war auch guenstiger. Dann brauchten wir "nur" noch Campingequipment, die registrierung umschreiben und Verpflegung einkaufen. Nachdem wir dann auch mit genug Essen, um vermutlich ein kleines afrikanisches Dorf einen Monat zu ernaehren, aufbrachen. war es bereits samstag. der Plan: In die Grampians fahren, dann runter nach Warrnambool und dann die Great Ocean Road entlang bis nach Melbourne!! Aber wer braucht schon einen Plan??? Auf halber Strecke nach Halls Gap, unserem eigentlich ersten Stopp in den Grampians, fiel Kai ein, dass er ganz gerne nach Mount Gambier fahren wuerde. Warum nicht? Also ab in den Sueden!!! Auf unserem Weg kamen wir noch durch einen kleinen Ort namens Narracoote (oder so aehnlich :S), der immerhin Australiens einzige World Heritage Site beheimatet: Hoehlen, in denen urzeitliche Saeugetierfossilien gefunden wurden. Leider geschlossen. Naja egal weiter gehts!! In Mount Gambier angekommen, mussten wir uns erstmal unseren Weg auf den Campingplatz erflunkern, da auch dieser bereits geschlossen war und nur noch in Notfaellen seine Pforten oeffnete. Nachdem ich ueber das "Emergency Phone" der Rezeption eine herzerreissende Geschichte ueber drei Jungs, die mit einem launischen Auto geschlagen waren erzaehlt hatte, durften wir dann schliesslich auch dort unser Zelt aufschlagen. DIE ERSTE NACHT IM ZELT!!! Drei Jungs, ein Zelt; da sind Platzprobleme vorprogrammiert!!! Aber nicht nur das - es wird nachts saukalt. Die erste Nacht schlief ich kaum, vor allem weil ich mir auch noch ne erkaeltung eingefangen hatte und eigentlich nur am niesen war. Aber unsere Meister im Schlafen unter widrigen Umstaenden stoerte das nicht und so fanden immerhin die beiden ruhe und erholung im zelt.

    Tag 2 der Tour:
    Nach einem ausgiebigen Fruehstueck packten wir unsere Sachen. Die Hauptattraktion in Mount Gambier is der sogennante Blue Lake, womit wir schon wieder bei der Namensgebung in Austrlaien waeren: pretty straightforward! Aber dieser See war nicht einfach blau. Auch nicht Karibiktuerkis oder einfaches standard blau-blau. Dieser See war wirklich tiefblau. Ich hab selten so ein intensives Blau gesehen. Zustande kommt es wohl durch seine Tiefe, da der Lake Blue durch eine Vulkaneruption entstanden ist und so bei ueberschaubarer Groesse an seiner tiefsten Stelle doch noch stolze 204 Meter tief ist. Danach ging es noch zu den Cave Gardens und dem umpherton sinkhole. Beides sind Krater mitten in Mount Gambier, die in netter Manier zu mehr oder weniger haengenden Gaerten umgestaltet wurden und nun erholungsgebiete fuer alle gestressten Mount Gambianer darstellen. Nach ausreichend geschossenen Fotos fuhren wir anschliessend los in Richtung Halls Gap. Diese tour war eher unspektakulaer. Nur das letzte Stueck wurde wieder interessant, da wir von Mount Gambier aus einmal quer durch die Grampians fahren mussten, um nach Halls Gap zu gelangen. Und so bot sich bereits aus dem Auto heraus uns ein atemberaubender Anblick. Eukalyptusueberwucherte Berge und tiefe Schluchten gespickt mit dem ein oder anderen See hier und da. Einfach atemberaubend!!! Halls Gap war auch sehr toll. mitten in den Grampians gelegen, ist es DER Ausgangspunkt fuer jegliche Tagestouren in die Grampians. Nicht verwunderlich, das der kleine Ort auch nur aus Hotels, Campingplaetzen und einer Tankstelle besteht.Abends und morgens kommen die Kaenguruhs heraus, um den entzueckten touris gesellschaft zu leisten und den ganzen tag ueber schwirren Kakadus und Papageie in der LUft umher. Richitg idyllisch! Diese Nacht schlief ich dann vor lauter idyllischer Kaelte einfach ueberhaupt nicht -.- naja so fand ich immerhin genug Zeit am naechsten Morgen, nach einer dampfenden Schuessel Instantnudeln den Sonnenaufgang zu geniessen, das Auto zu tanken, die Heckscheibe zu putzen, den Kofferraum umzusortieren sodass man sowohl an das Essen als auch an die Rucksaecke bequem herankommt und das Fruehstueck fuer die beiden schlafenden Chaoten vorzubereiten. Sowieso hatte sich bereits seit anfang der Tour festgesetzt, dass ich fuer die Kueche und Kai und Chrissi fuer den Auf- und Abbau des Zeltes zustaendig waren. Kochen macht mir mehr und mehr spass - selbst wenn man nur Nudeln, Reis, Sossen und Kaese zur verfuegung hat XD

    tag 3:
    Der vermutlich ereignisreichste Tag der Tour. Nachdem ich durchsetzen konnte, dass wir bereits um 7.00 aufstehen, kamen wir frueh genug los um gemueltich alles sehenswerte in den Grampians zu bestaunen. Dazu gehoeren Lookouts auf die Umliegenden Gebirgszuege inklusive der seen, die McKanzy Falls, Lake Wartool und die Blaconies. Leztere sind Berge, die flach und schraeg nach oben hin auslaufen und so oben ueberhaengende spitzen bilden, auf die man sich setzen kann und dann seine Fuesse in luftiger Hoehe baumeln lassen kann. Geiles Gefuehl!! Gegen Mittag waren wir dann zurueck im Camp und brachen auch gleich auf in Richtung Warnambool. Von da aus ging es dann auf die Great Ocean Road, die erstmal eine ganze Weile ziemlich weit weg vom Great Ocean langfuehrt, nach einer Weile aber ihren Weg an die Kueste findet und ab da an unfassbar schoen ist. Alle paar Kilometer gibt es die Moeglichkeit, auf einen Parkplatz zu fahren und die Aussicht zu bestaunen, was wir auch jedesmal wahrnamen. Ueber all den tollen Anblicken schwebte aber noch der Hoehepunkt des Tages: der Sonnenuntergang an den zwoelf aposteln. Alle die wir getroffen hatten uns davon vorgeschwaermt und so freuten wir uns bereits riesig darauf, vor allem da das wetter grandios war. Keine Wolke am Himmel ist eine Seltenheit an der launischen Kueste!!! Und so erlebten wir wirklich den schoensten Sonnenuntergang, den ich bisher gesehen hab. Die zwoelf apostel bezeichnen die (heute noch 8) Felsen, die jeder einzeln fuer sich isoliert von der eigentlichen Kuestenlinie im Meer stehen und genau wie die restliche Suedkueste Australiens langsam durch Wind und Wasser abgetragen werden.
    Abends schafften wir es dann gerade noch, auf dem nahgelegenen "12 apostels Campground" ein Plaetzchen fuer die Nacht zu finden und diesmal schlief ich auch eingemoemmelt in Fliesspulli und Jogginghose wie ein Baby :D

    Tag 4:
    Auf nach Melbourne!!!! Es ging weiter entlang der Great Ocean Road. Loch Ard George, Gibson Steps und noch viele andere Orte verzauberten uns den Tag ueber. Besonders toll waren dann auch noch die wilden Koalas, die wir am Cape Otway bestaunen durften!! Die uebelsten Chiller einfach - ich waer gern ein Koala!!!
    Natuerlich muss man auch, wenn es schon 28 Grad sind und man an der Great Ocean ROad ist auch mal schwimmen gehen!!! Wir fanden einen Strand den wir groesstenteils fuer uns allein hatten und genossen die ziemlich eisige abkuehlung in vollen Zuegen vor wunderbarer Kulisse und mit ordentlichem Wellengang!!!
    Weiter ging es dann in Richtung dem Surfingzentrum Suedaustraliens: Red Johanna Beach, Bells Beach, Torquay und Geelong. In Torquay hielten wir dann an einem traumhaften Ort: Billabong, Ripcurl, Oakleys, Roxys und Quicksilver direkt nebeneinander!!!! leider - oder zum Glueck- hatte nur noch Quicksilver offen und ich konnte dem ein oder anderem Stueck nich widerstehen :O gluecklich, fuer den kommenden Sommer geruestet und ein gutes Stueck aermer kam ich dann wieder aus dem Laden heraus. War vllt doch ganz gut dass die anderen Laeden zu waren!!!
    Abends kamen wir dann in Melbourne an, wo wir die erste Nacht im Nomads verbrachten. Geradezu eine Hostelkaserne - Nach den klein aber feinen Hostels in Adelaide, wo man jeden zumindest vom sehen kennt und den Staff mti Namen, standen wir nun in einem 5-Stockwerk-monster mit Fahrstuhl und allem was dazu gehoert. Melbourne ist gross aber geil!! Wir schnappten uns das Auto, fuhren ein bisschen herum und hielten bei einem Park, indem sich das Imax befindet. Als wir vor der Eingangstuer herumschlenderten sahen wir noch einen Typen, der die Wand antanzte mit echt guten Moves und Chrissi und Kai konnten es sich nicht nehmen lassen, gleich einmal eine gratisstunde im Locking zu erhaschen!! Aber auch sonst hat Melbourne flair. Am naechsten Morgen zogen wir allerdings um, um vom zu teuren Nomads ins weniger teure Melbourne International zu wechseln, in dem auch Leon und Adrian, zwei Kumpel aus Berlin (fuer alle die die beiden nich kennen :P), zur zeit wohnen. Nun beginnt fuer mich dann das abenteuer Arbeitssuche und vllt werden wir sogar in ne eigene Wohnung ziehen, falls wir etwas erschwingliches finden - ich halte euch aber auf jeden Fall auf dem Laufenden!!!

    Hab euch lieb Leuts und bis die tage mal!!! :D

  • Überall Deutsche!!!!

    Halli hallo Ihr lieben - ich hab euch nicht vergessen!!! Die letzte woche war nur einfach sooo einmalig wunderbar, dass ich einfach erst jetzt daran denke, mich mal wieder bei euch zu melden - hinzu kommt natürlich, dass im Outback die Internetverbindung geradezu nicht vorhanden ist^^ :D Doch ich will euch nicht länger auf die Folter spannen:

    Die letzte Woche vor Abreise:
    Wenn ich mich recht erinnere, schrieb ich am Vorletzten Montag den letzten Eintrag, nachdem wir gerade die Tour gebucht hatten. Nun ich kann kaum sagen wie sehr ich mich darauf gefreut habe, Australien endlich mal persönlich kennen zu lernen. Die Woche verging dementsprechend schnell. Wir waren im Botanischen Garten (ganz hübsch), waren im Adelaide Aquatic Centre (sehr entspannt) und waren in der Haighs Chocolate Factory - seeeeeehr lecker :D Die Tour war gratis und einige Proben auch, der Fabrikverkauf hingegen gar nicht^^ 10 Dollar für 4 Marslange Schokoriegel sind schon ein Wort aber wenn man in Betracht zieht, dass diese Riegel Tickets in den Schokoladenhimmel waren, war das der günstigste Ausflug den ich je gemacht hab XD SUPER LECKER!!!!!!!!! Allerdings deutete sich auch bei ebenjener tour ein Übel an, dass mich seitdem verfolgt: DEUTSCHE!!!! und leider meistens nicht nur einfach Deutsche die zufällig aus Deutschland kommen, sondern wirklich deutsch Deutsche. Es tut mir leid für all euch Deutsche, die das lesen. Ich hab euch wirklich gern!!!! aber in Australien, wo für mich neue Leute kennen lernen und bestätigt sehen, dass man das Leben auch ohne Rationalität und all die anderen deutschen (Un)tugenden genießen kann, einfach nur seelischer Reinigungsurlaub ist, ist jeder Deutsche ein Rückfall und jedes Wort eine Qual. Ich übertreibe nicht. Außerdem hass ich es, mit ihnen deutsch zu reden und quatsch sie einfach auf englisch zu wenn sie mich auf deutsch anreden. Die englische Sprache gefällt mir immer besser - sie erlaubt es einem lustig zu sein ^^ :D
    An jenem schicksalshaften tag nahmen also nun aus 10 Leuten 6 deutsche an der Tour teil (das Trio Infernale natürlich inklusive :P). Einer von ihnen, Sven mit Namen, erschien zunächst so nett, dass wir ihn zu unserem GratisBBQ im Hostel einluden, wo er auch erschien. Je länger der Abend ging und je mehr redete, desto mehr nervte er...

    Das es aber auch lässige Deutsche gibt, sah man an unseren Hostelkollegen Julia und Franzi, mit denen wir und Billy (Brite) am Freitag Abend ausgingen.

    Es geht los:
    Die Nacht bevor es losging konnte ich kaum schlafen. Ich war 1000mal aufgeregter als in der Nacht vor dem Flug. Adelaide war irgendwie nur eine Art zwischenstopp gewesen. Ankommen, Chaoten treffen und dann gehts los. Nun ich war angekommen, hatte sie getroffen und nun GINGS LOS :D Um 6.00 ca. -.- Immerwieder toll. Mit unseren Rucksäcken bewaffnet stapften wir durchs erstaunlich kühle (22° :P) Adelaide die 15 minuten zum YHA Hostel, wo uns der Bus auflesen sollte. Natürlich gingen sofort die Spekulationen los, wer, wie alt und wie heiß an unserer tour teilnehmen würde. "Dödüm" trifft es glaub ich am Besten, als wir ankamen. Ein schwedisches Ehepaar (gute 60 ca.), ne Französin (45), n Ami (55)... Da kommt partystimmung auf XD!!! Wir waren allerdings auch n bissel zu früh und als der Bus kam war das Durchschnittsalter der Gruppe von beinah Tod auf ca. 27 gesunken. Trotzdem war man noch zu müde um wirklich schnell leute kennen zu lernen. Und so gings los zum ersten Stopp: Die Whispering Wall. Eine sehr geile Sache. Ein tipp am rande, wenn ihr mal ungemütliche Gespräche führen müsst, nehmt euch die Zeit und fliegt die 30 Stunden in die Barossa Valley region nördlich von Adelaide. Die Whispering Wall ist nämlich ein Damm, dessen Wölbung so makellos ist, dass man an einem Ende stehend sich normal mit einer Person am anderen Ende des Dammes unterhalten kann. Stellt euren gesprächspartner einfach gegenüber und wenn ihr fertig seid und er mordlustig auf euch zugerannt kommt, habt ihr genug zeit ins Auto zu hüpfen und wegzufahren... :D
    Soweit aufgewacht, war ich nun auch bereit, mich mal einzugliedern. Allerdings wurde mir jegliche Arbeit abgenommen, da, als ich gerade an einer coolen Einleitung bastelte, die über "hey im Max who are you?" hinausging, ich von hinten die Erkenntnis des tages hörte: "Oh MY GOD THIS SITE IS SOOOO WET" Nun besagte Seite war tatsächlich wet (es war ein See). Doch trotzdem hätte man das Eis nicht besser brechen können, da nun terence (ire) und ich uns köstlich über den Urheber solch immensem intellektuellen Gutes amüsieren konnten. Ihr Name war Carissa und sie war Kanadierin. Terence und Carissa kannten sich schon seit Melbourne (man kann über die Agentur non-stop in Australien kreuz und quer reisen) und so wurde ich über sie halt den anderen mitreisenden mehr oder weniger vorgestellt. Der für mich relevante Kern bestand neben terence und Carissa aus Emma (oz), Alesia (USA), Phil (Belgien) und Thomas (Schweiz). Ansonsten bestand die truppe noch aus zwei Holländerinnen (Kitty und Lotty), ner Südafrikanerin (Catherine), ner Britin (Jenny) und Team Japan (zwei mädels und n Pärchen).

    Nach der physikalischen Meisterleistung gings nun weiter zum Integrativen Höhepunkt der Reise: Einer Weinprobe im Weingut "Seven Hills". Nichts verbindet so wie Alkohol und so lernte man sich leicht beflügelt schnell und einfach kennen.

    An dieser Stelle möchte ich nun auch gleich einen Mann ehren, der es einfach wirklich verdient hat. Auch wenn es ihm nichts bringt und euch auch kaum hilft, würde ich mich schlecht fühlen, ihn in diesem Bericht nicht extra zu erwähnen: Russel unser OZ tourguide. Ein wirklich toller typ. Seine Mottos: "Do what u like - just dont tell me if its not completely legal" "ITs ur tour - feel free" und "absolutely phenomenal". Und das brachte er auch rüber. Wenn ein tourguide so verliebt und fasziniert von seinem Land ist wie er auch nach 10 Jahren Busfahren, dann fühlt einfach jeder so. Es übersteigt den Geist eines jeden zeitplanorientierten Deutschen, wie man überall überziehen kann und trotzdem nicht einmal zu spät kommt. Er gab uns eine Freiheit, die man auf einer geführten Tour nicht erwarten kann und eigentlich auch nicht bezahlt hat. Einfach rundum ein Glücksfall wie aber auch alles andere an der tour.

    Hier nun alles in aller Einzelheit zu erzählen übersteigt meine, eure und die Akkulaufzeit des Laptops :D Ich probiere mich "kurz" zu fassen und wirklich nur die Highlights zu erählen.

    Die ersten zwei Nächte verbrachten wir in Quorns, einer kleinen Gruppe Häuser in den südlichen Flanders Ranges. Abends wurde a la carte gegessen im Pub nebenan und danach saß man bei gemütlichen 26 grad um 9 uhr abends noch zusammen draußen und quatschte. Man verstand sich auf Anhieb - es war ein Traum. All diese Geschichten, Erfahrungen und Gemeinsamkeiten. Es war der erste Abend als ich beschloß, dass bei aller Geilheit der Landschaft, mir die Leute, die ich treffe noch mehr Freude bereiten.

    Tag 2:
    Heute ging es in die Flinders Ranges zum Örtchen Wilpena Pound. Nach Aboriginal Mythologie von Zwei Schlangen geformt, nachdem sie eine Zeremonie gestört und fast alle Menschen gefressen hatten. Heute ist es ein Resort für die Generation 60+. Immerhin die Landschaft hat nichts von ihrem Reiz verloren. Wir erklommen bei überraschenderweise wolkigem Himmel einen Berg. 400 Höhenmeter mit unterschiedlich schweren Kletterpassagen ließen uns nicht nur schwitzen, sondern auch dankbar für sowohl den Wind als auch die Wolken sein. Bei 35 Grad und wolkenlosem Himmel wären mehr als eine arme Seele umgekippt. So schafften es alle, die den Aufstieg wagten auch nach oben und auch wieder nach unten. Auf unserem Weg sahen wir nicht nur zalreiche fremdartige Pflanzen sondern auch die eine oder andere seltsame Echse, sondern auch eine Emu-Familie inklusive kleiner "Joeys" :D
    "Joeys" sahen wir allerdings auch von der wohl berühmtesten australischen Kreatur - dem Känguru. UNd nicht nur eins oder zwei sondern ca. 40 in 2-5 Gruppen entlang der Straße. Es ging sogar soweit, dass es bei der Rückfahrt nur noch hieß "schon wieder eins.... yay".
    Abends gab uns Russel die Wahl, in der "Mill", unserer Unterkunft in Quorns, auszuruhen, oder in den "Wanders Gorge" mitzukommen, um das australische yellow footed rock Wallabie zu sehen (Australier bennen tiere sehr direkt und einfach. Dementsprechend war das yellow footed rock wallabie ein Wallabie mit gelben füßen, das an Berghängen auf Steinen hockend zu finden war). Ganze 20 minuten ließ uns der Zeitplan, um noch rechtzeitig zum Essen zu kommen. nach 35 Minuten vergeblicher (das bedeutet nur 3 Känguruhs up close) Suche entschlossen wir (kai, Terence, Catherine und ich), umzudrehen. Kurz vor Ende des Gorges sah ich dann jedoch einige aus unserer Truppe, die scheinbar die Wand fotografierten. Nun das wars auch was sie taten, nur das vor der Wand noch der Jackpot hockte: EIN YELLOW FOOTED ROCK WALLABIE!!! :D und gleich noch eins. Meine leicht angesäuerte Stimmung verflog im Nu und so gingen wir mit dem wohligen Gefül nach Hause, sogar noch verwöhnt worden zu sein durch das zweite Wallabie. Die leichte Verspätung von 20 Minuten war allen und besonders Russell natürlich egal XD

    Tag 3: COOBER PEDY
    Heute ging es nach Coober Pedy. Der, so Russell, "hässlichsten und zeitgleich sehenswertesten Stadt Australiens". Mitten im Nichts der roten Wüste kündigen dann nach gut 2 Stunden Fahrt zunächst vereinzelte, dann immer dichter stehende überdimensionale Maulwurfshügel von der bevorstehenden Ankunft. Coober Pedy ist eine alte Miningtown, wo auch heute noch Australiens bester Opal genoodled wird :D Und ja es heißt noodlen. Tatsächlich noodlen die da sogar mit rieeeesigen Noodels (schläuchen), mit deren Hilfe überdimensionale Staubsauger die Erde inklusive der Opale heraus-"sucken"... das eigenltiche Noodling beschreibt dann das durchsieben der aufgehäuften Hügel, stets nach der Suche nach nicht allem was glänzt aber nach allem was auch mit Farbe glitzert. Weißer und schwarzer opal ohne Farbe ist wertlos.
    Da Coober Pedy nicht gerade günstig gelegen ist, und es dort tagsüber gern mal 45 Grad heiß wird, leben die Menschen dort unterirdisch. Natürlich gibt es HÄuser und natürlich gibt es dort shops (ungefähr 50 Opal läden), aber alles was mit Schlafen und leben zu tun hat, liegt unterirdisch. So auch unser Hostel. Der Abend des dritten Tages war der lustigste der Fahrt. Am nächsten morgen mussten wir statt 6 oder 7 mal erst um 8 aus den Federn und so gönnten wir uns das eine oder andere Bier bzw. Glässchen Wein. Uns waren sogar die drei Deutschen die ich schon wieder traf egal, da wir sie links liegen ließ (sie waren mit einer anderen Adventour Tour unterwegs). Stattdessen verbrachten wir mit der internationalen truppe einen coolen abend, der sogar in einer mehr oder wenig erfolgreichen tanzstunde endete. Kai und ich brachten Carissa, Alesia und Emma langsamen, schnellen Walzer und Cha-Cha bei (so grundsätzlich) - ich bin immer wieder erstaunt wie solide diese Schritte doch in meinem gehirn verankert sind und selbst leicht blau noch auf Abruf parat sind.

    Tag4:
    Es ging in die Minen. Eine Tour mit anschließendem Souvenirshopbesuch sind im vergleich zum eigenlitchen Höhepunkt des tages eher langweilig: der Kängurukrankenstation von Coober Pedy. SOOOOOO SÜÜÜÜÜZZZ ^^ Der Besitzer der Aboriginal Art Gallery von Coober Pedy besitzt nicht nur eine eigene Mine, sondern auch eine Aufpepellstation für Kängurus im Hinterhof, in der er nicht nur Angefahrene Känguruhs aus dem klinisch toten Zustand zurückholt, sondern auch vor allem die Joeys getöteter Mütter aufnimmt. So drängten wir uns eifrig um die 5 knuffigsten kleinen roos die ich je gesehen habe, während sie uns aus der hand fraßen und wir fasziniert den Geschichten des Besitzers lauschten. Vor lauter knuffigkeit schon total überwältigt wär ich ja fast noch gestorben als dann noch die kleinen joeys rausgeholt wurden und leicht unsicher erste schritte nahmen. Den absoluten Höhepunkt verpasste mir dann noch das roo, dem ich die letzten nüsse gab, indem es mir zum Abschied einen Eskimokuss gab. Roos haben nun für immer einen platz in meinem Herz XD :D :D

    Von den roos nun aber noch hin zu einer weniger erfreulichen Gattung in Australien: Fliegen. Tag 1 war man noch genervt, wenn es mehr wie eine in der Nähe war. Am Tag 4 war man schon soweit, dass man sie nur noch von Nasen- und Ohrlöchern fernzuhalten versuchte und ihnen ansonsten gestattete, sich sogar auf den Lippen niederzulassen. Bevor ihr nun angeekelt den Computer ausmacht und euch vor mir ekelt müsst ihr eine simple Regel verstehen: Scheucht man eine Fliege weg, kommen 3 weitere und eine wütende Fliege zurück. Es lohnt sich nicht. EInzige Möglichkeit: warten und mund halten.

    Abends erreichten wir die kleine Campingstelle Marla, wo wir unsere erste Nacht unter freiem Himmel in sog. Swags verbrachten. Swags sind so eine Art Schlafsack für den schlafsack nur inklusive Matratze innen drin - suuuuuuuper geile Sache. Das gemütliche Lagerfeuer mit allem was dazugehört (außer Musik -.-" ) wurde allerdings von einer dunklen Nachricht überschattet: Russell hatte angedeutet, dass wir am nächsten tag nicht nur ihn (wegen der übertretung der Landesgrenzen zwischen South Australia und Northern territory müssen die tourguides gewechselt werden, da sich die zwei Agenturen, die die Tour gemeinsam anboten, sich die Länder so aufteilen), sondern auch uns teilweise verlieren würden. Auf einmal war es wichtig, ob man bei Topdeck oder bei Adventure Tours gebucht hatte. Die Gruppe würde ziemlich doof getrennt worden. Diese Nacht hatte also Abschiedscharackter, war aber dennoch unglaublich schön unter dem atemberaubenden Sternenhimmel des australischen Outbacks. Geschlafen wurde aufgrund des Windes zwar nicht, aber mein Gott - kann passieren.

    Tag 5: Es war soweit - die Reise näherte sich ihrem Höhepunkt: Kings Canyon, Uluru Kata Tjuta (die Olgas). Doch immernoch stand die Frage im Raum, wer mit wem und dann wohin, da Topdeck zuerst zum Uluru und kata tjuta nationalpark, Adventure tours jedoch zunächst zum Kings Canyon reisen würde. Sprich Wiedersehen erst in Alice Springs und das auch nur vielleicht. Nummern waren ausgetauscht und man war sich schon so ans Herz gewachsen, dass man durchaus sich bemühen würde sich zu sehen. Ort der grausamen Trennung wäre Erldunda. Wir waren da, der Bus von Adventure Tours auch. Nur nirgends war ein Topdeckbus zu sehen. Als dann unser neuer Tourguide, Jim, ankam und verkündete, er würde 23 Leute mitnehmen, was zufällig genau der Anzahl der Tourteilnehmer entsprach, war die Freude gigantisch. es wurde gehüpft, geschrien und gelacht - wie die letzten mongos im Outback XD Doch die Freude war nur von kurzer Dauer da eine Trennung immernoch ausstand: Russel würde uns verlassen. Man konnte die Dankbarkeit, die man empfand gar nicht in Worte fassen und da ging es nicht nur mir so - der Abschied fiel eher wortkarg aber sehr innig aus. Wir wussten was wir an ihm gehabt hatten und er wusste, dass wir das ihm hoch anrechneten.
    Einziger Creepy moment war das Wiedersehen mit besagtem sven, der zufällig (?) genau im gleichen Moment wie wir aus einem Auto 1500 Kilometer von Adealaide ausstieg...
    Trotzdem ging es als weiterhin geeinte Truppe unter neuer Führung in Richtung landschaftlichem Highlight wahrscheinlich ganz Australiens weiter: Die großen Drei (Canyon, Olgas, Uluru).
    Tag 5 gehört dann ganz allein dem Kings Canyon. ein majestätischer Canyon, den wir in 3.5 Stunden oben am Rand entlang abliefen. Sooooooo viele Fotos, und die neu entdeckte Panorama funktion meines Handys waren nur der nebeneffekt einer der beeindruckendsten Landschaften, die ich je gesehen habe. roter Fels, Grüne Büsche/Bäume und gelbes Gras. Geregnet hatte es seit 7 MOnaten nicht mehr und dazu wolkenloser Himmel. Muss man noch mehr sagen???
    Den Tag ließen wir erschöpft aber glücklich wieder ins Swags ausklingen, nachdem Terence und ich für die gesamte Mannschaft Butter chicken, (freshly) mashed Potatoes, Reis und gedünstetes Gemüse gezaubert hatten. Seit dem Wechsel der Guides war nämlich (wie eigenltich vorgesehen) verstärkte mitarbeit beim Zubereiten der Mahlzeiten und beim Saubermachen gefragt. Geradezu betäubt von all den Erfahrungen und Erlebnissen der letzten Tage entwickelte ich mich richtig zum Putzteufel. Stets am Abwasch maßgeblich beteiligt und beim Kochen kaum noch wegzudenken mussten mich am letzten Tag einige sogar fast schon zwingen, nichts zu tun. Was soll ich sagen? Es machte mir einfach Spaß. ^^ strange XD

    Tag 6: Olgas und Uluru
    Der Nächste tag wurde wieder im Auto eingeleitet. wir fuhren zurück in Süden, um dem Uluru Nationalpark einen Besuch abzustatten. Nach einem (zu)kurzen Besuch im Aboriginal Culture Centre, wo wir viel über die Bedeutung und den Glauben der Aboriginees rund um den Rock und Kata Tjuta (welche sogar noch wichtiger sind als Ort der Manneswerdungszeremonien) lernten, begaben wir uns auf den Weg in den kleinen Teil der Olgas, der begehbar ist. Gewaltig. 36 Steinkuppeln unterschieldicher Größe vibrieren geradezu mit einer Präsenz, die einem sowohl Respekt als auch Faszination einflößt. Doch nichts im Vergleich zu der nächsten Station: Sunset point am Uluru. Wunderschön. Grandios. Überfüllt. zwischen 8 reisebussen leicht eingeengt stießen wir bei australischem Sekt auf uns und die tour an. Über die Fotos, die dabei entstanden, brauch ich glaub ich kein Wort zu verlieren. Und wieder eine Nacht in Swags. Eigentlich war angedacht, noch gemütlich zusammenzusitzen aber sobald alle in ihren Swags lagen ratzte die gesamte Mannschaft sofort weg.

    Tag 7: Auf nach Alice Springs!!
    Aufstehen 4.00 früh. Es ist dunkel, es ist kalt. Es gibt einfach kaum einen Grund aus dem gemütlich mollig warmen Swag zu krabbeln. Vielleicht einen: Sonnenaufgang am Uluru. Sonnenuntergang war absolut episch. Sonnenaufgang ist unvergesslich. Da wir gut in der Zeit waren, schafften wir es sogar, einmal um den rock zu fahren, um die Sillouette des Uluru im ersten Morgenrot zu erleben. Anschließend begaben wir uns zum Sunrise Punkt. Wenn der Sonnenuntergang leicht eng war, so war der Sonnenaufgang das reinste Tokyo. Fast unmöglich ein Foto zu schießen, ohne das dir ein (meistens Deutscher) mies gelaunt und grimmig ins foto stapft. Langsam war man jedoch in der Übung und so fanden Chrissi, Carissa, Emma und ich ein-zwei gute Plätze mit absolut genialen Fotos. Doch ich kenne das wenn man sich zu sehr aufs Fotografieren konzentriert und das eigentliche Erlebnis verpasst und so hielt ich immer wieder inne um das Spektakel zu genießen und ich weiß, ich werde dieses Erlebnis niemals vergessen.

    Nach dem Sonnenaufgang stellte man uns vor die Wahl, auf den Uluru, um den Uluru oder halb um den Uluru zu laufen. Nach der Zeit im Cultural Centre entschloß sich natürlich niemand, auf den Uluru zu klettern (vergleichbar mit nackt auf dem Altar in der Paulskirche zu tanzen) und terence, Emma, Alesia, Chrissi, Kai und ich nahmen natürlich auch die Ganze runde auf uns (wenn man schonmal da ist...) Es war wunderschön. Sieht der Rock aus der Ferne glatt aus, so besteht seine Außenfläche doch aus tausend kleinen Löchern, Höhlen und Überhängen. Jede ist einzigartig und jede hat ihre eigene Geschichte, die wir auf einem kleinen geführten Lauf auch teilweise zu hören bekamen.

    Absolut begeistert stiegen wir wieder in den Bus und fuhren nun nach Alice Springs, dem Ende dieser genialen Woche. Die meisten wohnten sogar im gleichen Hostel wie wir (haven) und so saßen Emma, Carissa, Chrissi, Kai und ich noch abends lange zusammen, nachdem wir abschließend essen waren und quatschten über gott und die Welt.

    ALice Springs:
    Den Sonntag verbrachten wir zusammen mit Carissa und Emma, die einen Tag pause hatten bevor sie weiter nach Darwin hoch fuhren mit Adventure Tours. Wir besuchten einen Wochenmarkt, bestaunten Aboriginee Kunst und kamen zum Reptilien Centre. Sehr geile Sache. Bilanz: Zwei Echsen und zwei Schlangen gehalten (2 und 9 kilo) und jede Menge australisches Getier gesehen :D :D sehr nice
    Ansonsten stellte sich allerdings für uns die Frage wie wir wieder zurück nach Adelaide kommen würden. Doch den Sonntag gönnten wir uns als Ausruhtag und um nochmal viel Zeit in Der Gruppe verbringen. ICh hab das Gefühl, das ihr von Carissa und Emma noch n bissel hören werdet, da wir bereits darüber nachdenken, uns in Melbourne eine Wohnung zu teilen (zumindest mit Carissa) - Emma als gebürtige Australierin weiß noch nicht wie weit sie noch reisen will aber so oder so kommt sie uns nochmal besuchen :D

    den Montag verbrachten wir halb planend, halb am Pool und halb in den Western McDonald Ranges, in die uns ein (überraschung) DEUTSCHER und seine DEUTSCHE reisebegleitung fuhren. Sie waren beide DEUTSCH DEUTSCH also echt nervig aber mein gott wir wollten einfach noch n bissel was sehen und tatsächlich waren die Creeks, die wir besuchten, wunderschön. In einem Wasserloch gingen wir sogar baden, wobei die Sache fast schon gefährlich war, da unter wasser verborgene Steine einem den einen oder anderen blauen Fleck zufügten. Dennoch ein sehr schönes Stück Erde.
    Und nur so nebenbei: Im Hostel mit vllt 30 Gästen wren 12 Deutsch. Die einzig positive Überraschung waren zwei Mädels aus dem Backpack Oz in Adelaide, die auch dort waren und alle unterschiedliche Erfahrungen gemacht hatten auf ihrem weg nach Alice Springs. Trotzdem hatten wir mit der Truppe, dem Guide, dem Wetter und sogar mit den tieren das meiste Glück so im vergleich.

    Dienstags stiegen wir dann schließlich in den Greyhoundbus, der uns in einem wunderschönen 20 Stunden Drive direkt nach Adelaide zurückbringen sollte. ICh ertappte mich glatt das eine oder andere mal, wie ich richtig melancholisch aus dem Fenster starrte und an die vergangene Woche dachte. Bei solchen Gelegenheiten grinste ich immer und erinnerte mich daran, dass mein abenteuer gerade erst begonnen hatte und ich schon so viele Leute getroffen habe, die es jeder einzeln wert gewesen wären, hier her zu reisen. Ehrlich Leute - nach Australien zu reisen war eine der besten Entscheidungen meines Lebens und ich freu mich schon drauf, euch davon zu erzählen. Jetzt muss ich aber los da das Backpack OZ in Adelaide, wo wir wieder residieren, sich in ein deutsch-französisches Camp entwickelt hat. Ungelogen 16 Deutsche und 12 Franzosen bilden die gesamte Belegschaft und gerade sitze ich leicht abseits und kriege ungeheure aggressionen gegen mein eigenes Volk, das soo viel Scheiße labern kann und sich dabei sooooo cool fühlt - grässlich!!!!!

    Hab euch trotzdem liebe leute und man hört sich bald!!! cya

  • "NO WORRIES"

    Tag +1 (zu faul zum zählen^^):
    Heute ist ein legen..... wait for it....

    .... dary Tag!!! Leute dieser Welt macht euch ein kreuz im kalender: Ich hab mir ne modische Sonnenbrille gegönnt - zusammen mit nem Jason Mraz Hut!!! ich glaub ich werd noch cool =) XD Lustiger Gedanke :D Aber man merkt auch wie schnell man mal son bissel geld lassen kann und das war auch der letzte luxuseinkauf bis ich anfange mal n bissel was zu verdienen :D
    Greets nach Germany !!!!

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